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Buch-blauIn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung habe ich vor zwei Wochen in einem Interview von einer Studie gelesen, in der der “Wartestatus” von Heimbewohnern untersucht wurde. Dazu wurden die Heimbewohner in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe, ich nenne sie die Gruppe A, konnte nicht selbst bestimmen, wann Besuch kam, die andere Gruppe, die von mir den Namen Gruppe B erhält,  konnte selbst entscheiden. Diese Kontrollgruppe hatte zudem die Aufgabe, sich um Grünpflanzen zu kümmern. Gruppe B konnte also neben der Pflanzenpflege sagen, dass sie bspw. am Montag oder Donnerstag Besuch wünschen. Gruppe A musste dagegen warten, wann der Besuch kommt.

Innerhalb eines Jahres sind aus der Gruppe A, die ziellos warten mussten, viel mehr Bewohner gestorben, als aus der Gruppe B, die selbst bestimmt Besuch empfangen konnten.
Aus meiner Sicht stellt sich die Frage, ob neben dem Gut der Selbstbestimmung die Aufgabe, sich um die Grünpflanzen zu kümmern, ebenfalls Einfluss auf die geringere Sterblichkeitsrate in der Gruppe B hatte.

Aber egal, ob die Selbstbestimmung oder die Kombination aus Selbstbestimmung und sich selbst als nützlich zu empfinden (durch die Aufgabe, sich um die Pflanzen zu kümmern), für die geringere Sterblichkeit sorgte. Beide Faktoren sind Heimbewohnern leicht zu bieten.
Als Angehöriger könnten Sie etwa damit anfangen, auch mit Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen im Heim abzusprechen, wann sie ihn besuchen. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich an diese Terminvereinbarungen auch halten. Schenken Sie Ihrem Angehörigen ein paar Topfpflanzen, um die er sich kümmern kann. Nett ist auch ein viereckiger Kübel, der bspw. wie ein kleines Beet angelegt werden kann.

Hinweis: Leider war die Studie nur “Nebenthema”, so dass ich nicht weiß, wer genau die Studie durchgeführt hat, oder wie ich an die Ergebnisse komme.

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