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In meiner Beratung erfahre ich immer öfter von der Praxis einzelner Pflegedienste, dass diese den Leistungskomplex “Einkaufen” doppelt abrechnen, etwa wenn  dieser in unterschiedlichen Geschäften erfolgen soll. Eine solche Vorgehensweise ist jedoch rechtswidrig, wenn die Pflegedienste eine Vereinbarung mit den Pflegekassen haben. Denn die Pflegedienste dürfen einem pflegebdürftigen Kunden nach § 89 SGB XI für ein und dieselbe Leistung keine höhere Vergütung berechnen, als sie mit den Pflegekassen vereinbart haben. Das heißt, wird entsprechend dem Leistungskomplex “Einkaufen” eingekauft, darf dieser nicht zweimal abgrerechnet werden, weil der Aufwand etwa im ländlichen Bereich, höher ist.

Was genau Inhalt eines Leistungskomplexes ist, ist genau vereonbart. Diese Festlegung finden Sie als Anlage zum Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen. Für NRW gilt beim Leistungskomplex “Einkaufen”, dass dazu folgende Leistungen gehören:

  • Zusammenstellen des Einkaufszettels für Gegenstände des täglichen Bedarfs
  • Einkaufen (inkl. Arzneimittelbeschaffung) und notwendige Besorgung;( z. B. Bank- und Behördengänge)
  • Unterbringung und Versorgung der eingekauften Lebensmittel
  • Anleitung und Beachtung von Genieß- und Haltbarkeit von Lebensmitteln
  • ggf. Wäsche zur Reinigung bringen und abholen

Tipp: Sie können die Inhalte der Leistungskomplexe für NRW hier herunterladen: Klick!
Wenn Sie diese für ein anderes Bundesland benötigen, geben Sie in einer Suchmaschine beispielsweise folgende Suchworte ein: “Leistungskomplexe Pflegedienst Ihr Bundesland“.

Allerdings sollten Sie als Kunde auch akzeptieren, dass die Pflegekasse im Rahmen des Leistungskomplexes nur einen gewöhnlichen Einkauf finanziert und keinen Großeinkauf oder gar eine Rundfahrt von Geschäft zu Geschäft.

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