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Daumenhoch

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass eine Untersuchung, zu der Ihnen Ihr Arzt geraten hat, zu keinem sinnvollen Ergebnis geführt hat?
Oder war es Ihnen schon einmal suspekt, dass Ihre leichte Erkältung mit einem schweren Antibiotikum behandelt wurde?

Manche Ärzte schießen mit Kanonen auf Spatzen, obwohl sie wissen, dass die Maßnahme weder ihnen als Behandler noch dem Patienten wirklich weiter hilft. Diesen Sachverhalt haben Schweizer Internisten nun aufgegriffen, um die Aktion “Smarter Medicine” zu starten.

Als erstes haben sie dazu eine Top-5-Liste unnötiger Untersuchungen und Behandlungen erstellt.
Im Grunde sind die aufgeführten Punkte bekannt, da sie auf Untersuchungen basieren. Aber so zusammengefasst, sind sie vielleicht hilfreicher und die Studien haben mal die richtigen Konsequenzen, nämlich das Unterlassen unnötiger Untersuchungen und Behandlungen.

Als unnötig werden deklariert:

  1. Durchführen einer bildgebenden Diagnostik (Röntgen, MRT) in den ersten sechs
    Wochen bei Patienten mit unspezifischen Lumbalgien (Rückenschmerzen)
    .
  2. Messung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) zwecks Prostatakrebs-
    Screening ohne eine Diskussion von Risiko und Nutzen
    .
  3. Verschreiben von Antibiotika gegen unkomplizierte Infekte der
    oberen Luftwege (Erkältung)
    .
  4. Durchführen eines präoperativen Thorax-Röntgenbildes, ausser bei
    Verdacht auf eine intrathorakale Pathologie (Lungenröntgen vor einer OP ohne Verdacht auf eine Erkrankung der Lunge)
    .
  5. Weiterführen einer Langzeit-Pharmakotherapie bei gastrointestinalen
    Symptomen mit Protonen-Pumpenblockern ohne Reduktion auf die
    tiefste wirksame Dosis (medikamentöse Behandlung von wiederkehrendem Sodbrennen)
    .

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der engagierten, Schweizer Internisten (auch in Deutsch) www.smartermedicine.ch . Die Liste können Sie direkt hier herunterladen: Top-5

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