Kürzlich erzählte mir eine Freundin, dass sie für zwei Kronen 1.500 € bezahlen muss – die Beteiligung der Kasse war schon abgezogen. Das ist aus meiner Sicht keine Kleinigkeit. Obwohl mein Zahnarzt mir nicht so viel Geld für Zahnkronen abknöpft, habe ich mich einmal auf die Suche gemacht, was  Europa uns womöglich an preiswerteren Alternativen bietet.

Und ich bin fündig geworden. Viele nutzen inzwischen den so genannten Zahntorurismus. Vorzugsweise wird dafür nach Spanien oder Ungarn, wie etwa zum Moritz dental zentrum, einer ungarischen Zahnarztlinik in Budapest, gereist.
Es ist meines Erachtens erstaunlich, welchen Komfort diese Kliniken ihren ausländischen Kundinnen und Kunden anbieten. So bietet die ungarische Klinik ihren Patienten neben der zahnärztlichen Behandlung auch individuell zugeschnittene Aktivitäten in Budapest und Einblicke in die typisch ungarische Lebensweise an. So sollen die Patienten sich besonders entspannen können.
Diese zahnmedizinische Klinik hat sich auf die bei uns sehr teuren oralchirurgischen sowie ästhetisch-zahnmedizinischen Behandlungen spezialisiert. Sie garantiert ihren Patienten höchste Behandlungsqualität zu vergleichsweise niedrigen Preisen, etwa für zahnmedizinische Implantate.

Wer sich die Reise nach Ungarn sparen will, kann sich auch einen deutschen Zahnarzt suchen, der mit osteuropäischen Laboren und zahntechnischen Instituten zusammenarbeitet, denn die gibt es auch schon. Da lohnt sich die Nachfrage aber nur, wenn der Zahnarzt den finanziellen Vorteil auch an seinen Patienten weitergibt.
Der Vorteil für den Zahnarzt ist dann, dass er auch bei weniger zahlungskräftigen Patienten hochwertige Produkte verarbeiten kann.

Doch was sagt bspw. die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik zum Zahntourismus?
Diese weist darauf hin, dass der Zahnersatz aus dem Ausland für den Patienten auch zum teueren Bummerang werden kann, bei dem sich die anfänglichen Preisvorteile keineswegs rechnen und der ursprüngliche deutsche Preis sich mehr als verdoppeln kann.
Denn nicht immer entspräche der Zahnersatz den deutschen Kassenrichtlinien und sei daher minderwertig. Für Zahntouristen bliebe zudem zu bedenken, dass deutsche Zahnärzte auch nicht immer bereit seien, die Nach- und Korrekturarbeiten für ihre ausländischen Kollegen zu übernehmen.

Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigte, dass in Deutschland die Anzahl von Menschen mit eigenen Zähnen bis ins hohe Alter, steigt. Dies ermögliche auch immer mehr Patienten, sich für einen festsitzenden Zahnersatz wie etwa Brücken, Kronen oder Implantate zu entscheiden.

Eine Alternative zu in- und ausländischen Zahnlaboren und Zahnärzten wird zunehmend die 3-D-Technologie. Mit modernen CAD/CAM-Technologien wird günstiger Zahnersatz mit einem 3-D-Drucker hergestellt. Diese Kosten sind um 50 % geringer als die Kosten eines deutschen Labors. Und der Zahnersatz ist hochwertig.
In Deutschland gibt es immer mehr Zahnärzte, die Zähne mit dem 3-D-Drucker anfertigen. So lässt sich Qualität und preiswerter Zahnersatz vielleicht doch noch vereinen.

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