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PraxisTippWenn der Arzt ein nicht verschreibungspflichtiges aber apothekenpflichtiges Medikament empfiehlt, weil er es für medizinisch notwendig hält, dann kann er dies auf dem “grünen Rezept” vermerken. Dieses Rezept dient nicht nur als Merkhilfe für den Patienten. Denn seit 2012 dürfen die Krankenkassen Medikamente, die auf einem grünen Rezept verordnet werden, im Rahmen ihrer so genannten Satzungsleistungen erstatten.
Das heißt, dass einige gesetzliche Krankenkassen das verordnete Präparat vollständig oder teilweise übernehmen.

Von dieser Möglichkeit macht ein Großteil der Krankenkassen auch Gebrauch und übernehmen die Kosten für einige rezeptfreie, apothekenpflichtige Arzneimittel.
Die Erstattung erfolgt vor allem für pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel. Um eine Kostenerstattung zu erhalten, muss der Versicherte die Quittung aus der Apotheke zusammen mit dem Grünen Rezept bei seiner Krankenkasse einreichen. In vielen Apotheken wird der Kaufpreis auch direkt auf dem Grünen Rezept quittiert.

Die Krankenkassen erstatten zumeist einen jährlichen Maximalbetrag, der zwischen 50 und 400 € liegen kann. Um den genauen Betrag zu erfahren, den Ihre Krankenkasse Ihnen erstattet,  fragen Sie einfach nach.

Tipp: Wenn Ihre Kasse die Kosten für auf dem grünen Rezept verordnete Arzneimittel nicht oder nur teilweise übernimmt, können Sie das Grüne Rezept zusammen mit der Quittung bzw. dem Nachweis der nicht übernommenen Kosten auch bei Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung einreichen.

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