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PraxisTippWer seine Ansprüche gegenüber einer Körperschaft des öffentlichen Rechts – und das sind die Kranken- und Pflegekassen nun einmal – durchsetzen muss, ist zumeist an Fristen gebunden. Aber auch diese “Körperschaften” unterliegen bestimmten Verordnungen, die Ihnen Pflichten auferlegen.

Ein großes Problem im Umgang mit der Pflegekasse sind die Fristen, innerhalb derer Ansprüche verfallen können, etwa bei der Kurzzeit- un Verhinderungspflege. Hier verfällt der Anspruch mit Ablauf des Jahres, in dem er entstanden ist.
Kurz: wer die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege für das Jahr 2016 nicht zwischen dem 01.01. und 31.12.2016 beansprucht, verliert diesen Anspruch am 01.01.2017.

Doch es gibt Ausnahmen. Immer dann wenn die Pflegekasse es versäumt, den Versicherten richtig bzw. umfassend aufzuklären, kann es zu einer Fristverlängerung kommen.

Beim Bescheid ohne so genannte Rechtsbehelfsbelehrung verlängert sich die Widerspruchsfrist von 1 Monat auf 1 Jahr. Bei Ansprüchen, die verjähren können, verlängert sich die Anspruchsfrist unter bestimmten Voraussetzungen auf 4 (!) Jahre.

Welche Rechtsnorm in diesen Fällen gilt und worauf Sie achten müssen, können Sie in einem etwas älteren Artikel in diesem Blog, der immer noch aktuell ist, nachlesen:
Erstattungs- und Rückerstattungsforderungen bis zu 4 Jahre möglich

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