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PraxisTippDer Schluckvorgang erfolgt in vier Phasen. Trotzdem geschieht das Schlucken fast völlig „automatisiert“. Das heißt, während das Kauen bewusst erfolgt, ist der Vorgang des Schluckens unwillkürlich. Einmal begonnen, können wir das Schlucken weder beschleunigen noch abbrechen.

Dazu reicht es aus, dass das Gehirn einen entsprechenden Reiz erhält. Und mit diesem Reiz werden automatisch 4 verschiedene Phasen des Schluckens ausgelöst. Dabei werden etwa 50 Muskelgruppen aktiv.

Es kann jedoch passieren, dass ein Pflegebedpürftiger sich, etwa aufgrund einer Schluckstörung, verschluckt. Dann kommt es auf schnelle Hilfe an.

Erstmaßnahmen beim Verschlucken

  1. Bewahren Sie Ruhe.
  2. Bieten Sie dem Betroffenen nichts zum Trinken oder Essen an.
  3. Entfernen Sie Essensreste und die Zahnprothese aus dem Mund des Betroffenen.
  4. Wenn er es nicht von selbst tut, dann fordern Sie ihn zum Räuspern oder Husten auf.
  5. Sie können dem Betroffenen auch den „Finger in den Hals stecken“ um bei ihm ein Würgen hervorzurufen.
  6. Hilft das nicht, dann legen Sie den Betroffenen flach und bäuchlings auf eine möglichst kopfgeneigte Fläche und schlagen Sie kräftig mit der flachen Hand zwischen seine Schulterblätter.
    Vorsicht: Schläge bei aufgerichtetem Oberkörper können eher zum tieferen Herabrutschen des Gegenstandes in die Luftröhre führen.
  7. Wenn Sie keinen Erfolg haben, wählen Sie unbedingt den Notruf.
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