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neuVerbesserungen bei der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sind zum einen in der Geldleistung spürbar. Der jährlich abrufbare Betrag wird ab Januar 2015 auf jeweils 1.612 € erhöht. Zudem kann die Verhinderungspflege nicht nur vier sondern sechs Wochen pro Jahr genutzt werden.

Als neu gilt die Möglichkeit, dass Kurzzeit- und Verhinderungspflege ab 2015 kombiniert werden dürfen. Dies wurde eigentlich schon seit Einführung der Pflegeversicherung so praktiziert: jemand nimmt zunächst 4 Wochen Kurzzeitpflege in Anspruch und schließt dann eine vierwöchige Verhinderungspflege an. Mit der Pflegereform wird nun der Rechtsanspruch auf diese Vorgehensweise festgeschrieben. Das heißt, die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können kombiniert werden.

Neu ist, dass bis zu 50 % der nicht verbrauchten Leistungen für die Kurzzeitpflege ab Januar auch für die Verhinderungspflege eingesetzt werden dürfen. Das heißt für Sie, dass Ihnen für die Verhinderungspflege zukünftig bis zu 2.418 € jährlich zur Verfügung stehen. Dieser Betrag setzt sich aus dem Leistungsbetrag der Verhinderungspflege plus den 50 % des Leistungsbetrages für die Kurzzeitpflege (= 806 €) zusammen: 1.612 € + 806 € = 2.418 €.

Ab 2015 erhalten Sie also für die vorübergehende stationäre Versorgung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen während acht Wochen bis zu 3.224 € von der Pflegekasse dazu. Bei der Verhinderungspflege können Sie Leistungen in einem Umfang von bis zu 2.418 € geltend machen. Allerdings geht das nicht parallel. Sie müssen sich entscheiden, welche Leistungen Sie wie kombinieren möchten, um ein optimales Entlastungsergebnis für Sie selbst sowie die beste Versorgung für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen zu erzielen.

Hinweis: Die Verbesserungen im Jahr 2015 sind die erste Stufe eines zweistufigen Pflegestärkungsgesetzes. In der zweiten Stufe soll dann der “neue” Pflegebedürftigkeitsbergiff eingeführt werden.

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