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DaumenhochDer Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will in der häuslichen Pflege ganz neue Wege gehen.

In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Nachfragen gekommen, warum das Pflegegeld für die Entschädigung pflegender Angehöriger im Verhältnis zu den Pflegesachleistungen, also der Bezahlung von Pflegediensten, so gering bemessen ist. Trotz unterschiedlicher Erklärungsversuche war die Diskrepanz der Zahlungen für die meisten Bürger nicht nachvollziehbar. Denn unbestrittener Fakt ist, dass pflegende Angehörige der Pflegekasse und dem Staat sehr viel Geld einsparen.

Diesem Sachverhalt will Gröhe nun endlich Rechnung tragen. Er beabsichtigt nunmehr, einen Tarifvertrag “Pflegende Angehörige” auf den Weg zu bringen. Inhalte des Vertrages sollen neben einem festen Grundgehalt und Zulagen für Wochenend- und Feiertagsarbeit auch ein tariflich geregelter Urlaub von mindestens vier Wochen, regelmäßige freie Sonn- und Feiertage sowie eine rechtlich abgesicherte Regelung bei Überstunden und Mehrarbeit sein.

Die erheblichen Kosten dieses neuen Tarifmodells in Höhe von etwa 3 Milliarden € sollen aus den erwarteten Einsparungen bei den Pflegesachleistungen und den Sozialleistungen im Rahmen von Heimunterbringungen gegenfinanziert werden.
Bundesgesundheitsminister Gröhe gab in einem Interview an, dass ihm die Idee zu diesem Schritt am 23. Januar 2014 im Rahmen des ersten Deutschen Pflegetags in Berlin gekommen sei. In seiner dortigen Rede habe er bereits auf die besondere Bedeutung und den anstehenden Handlungsbedarf in der Pflege hingewiesen. Nun freue er sich, dass er am heutigen 1. April 2014 seine diesbezügliche Einigung mit den Koalitionspartnern bekannt geben könne. Die Neuregelungen sollen am 1. April Jahr 2015 komplett umgesetzt worden sein.

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