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Zum Ende des Monats ist es noch legitim, wichtige Neuerungen, die zum 01.01.2012 im Bereich des Gesundheits- und Pflegewesens eingetreten sind, zu nennen:

  • Das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen der Pflegekversicherung haben sich erhöht. Die aktuellen Sätze können Sie HIER nachlesen.
  • Für chronisch Kranke ist es jetzt möglich, eine Langfristgenehmigung für Heilmittel bei ihrer Krankenkasse zu beantragen. Der Versicherte muss – nach einer Langfristgenehmigung – das vom Arzt verordnete Heilmittel nicht mehr zur Genehmigung bei der Krankenkasse vorlegen.
  • Der Wettbewerb der Krankenkassen wurde aufgrund der Vereinheitlichung der Beiträge zunächst eingeschläfert. Jetzt können die Kassen mit mehr Satzungsleistungen beim Versicherten punkten. Die Krankenkassen dürfen nun zusätzliche Leistungen in der häuslichen Krankenpflege und bei Haushaltshilfen, bei Vorsorge- und Rehamaßnahmen, zahnärztlicher Behandlung (leider nicht beim Zahnersatz), nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und Leistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern anbieten.
  • Die Leistungen der Krankenhäuser umfassen jetzt auch das Entlassungsmanagemnt. Das heißt, Krankenhäuser müssen ihren Patienten ermöglichen, nach der Krankenhausbehandlung nahtlos ambulant versorgt zu werden. Dazu gehört eine vernünftige Beratung mit entsprechenden Hinweisen zu Versorgungsmöglichkeiten.
  • Versicherte können jetzt bei der Krankenkasse erfahren, was ihre in Anspruch genommenen Leistungen etwa beim Arzt oder vom Pflegedienst gekostet haben.
  • Zahnärzte erhalten den Hausbesuch, also den Aufwand, um den Pflegebedürftigen aufzusuchen, zusätzlich vergütet.
  • Aufgrund eines Beschlusses der Bundesverfassungsgerichts (BvR 347/98) haben Versicherte, die lebensbedrohlich erkrankt sind und für deren Erkrankung eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Stand entsprechende  Behandlung nicht zur Verfügung steht, das Recht, eine Leistung in Anspruch zu nehmen, die noch nicht allgemein anerkannt ist. Es muss allerdings eine Aussicht auf Heilung oder eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf bestehen.
  • Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Jahr 2012 beträgt wie im letzten Jahr 0 (null!) €. Das heißt für Einkommensschwache, dass auch im Jahr 2012 für Einkommensschwache kein Sozialausgleich bei Zusatzbeiträgen durchgeführt wird. Wie der Sozialausgleich eigentlich funktionieren soll, erfahren Sie hier: Klick!
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