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DaumenhochObwohl die Krankenkassen zum Großteil von ihren Versicherten finanziert werden, verweigern sie ihren Kunden notwendige Leistungen, wenn es irgendwie geht. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man die Bewilligungspraxis vieler gesetzlicher Kassen anschaut.
Nach Angaben der Kassen sind es immer nur Einzelfälle, bei denen Leistungen verweigert werden müssen. Betrachtet man jedoch die Beschwerden von Betroffenen, zeigt sich, dass es sich offensichtlich um eine stattliche Anzahl von Einzelfällen handelt. Diesen Trend hat auch der Bundesverband niedergelassener Fachärzte erkannt.

Nach Angaben der Verbandsärzte besteht dort der Eindruck, dass die Leistungsverweigerung der Kassen zunimmt. Die Ablehnungstexte seien zudem auffallend ähnlich. Das ist für den Verband Anlass, Versicherte zu ermuntern, über ihre negative Erfahrungen mit ihrer Krankenkasse zu berichten. Deshalb hat der Bundesverband niedergelassener Fachärzte ein Portal initiiert, das allen offen steht, die mit Missständen im Gesundheitssystem konfrontiert werden.

Auf dem Online-Portal erhalten bspw. Patienten, Angehörige, Ärzte, medizinische Fachangestellte und auch das Personal von Pflegeheimen Gelegenheit, ihre Fälle zu schildern. Es geht darum, öffentlich zu machen, wenn gerade denjenigen, die sich nicht wehren können, Leistungen von ihrer Krankenkasse vorenthalten werden. Die so gesammelten Erfahrungen sollen dazu beitragen, dass Politiker, Verbände und auch Krankenkassen erkennen, dass es sich bei der Verweigerungspraxis der Kassen keineswegs um nicht ins Gewicht fallende Einzelfälle handelt.

Jede Ablehnung einer Leistung ist für den Einzelfall ein schwerwiegendes und oft die Lebensqualität belastendes Ereignis. Zudem müssen sich die Kassen fragen lassen, ab welcher Anzahl von Ablehnungen der Einzelfall zum Regelfall wird.

Hinweis: Sie finden das Portal unter dem Link www.krankenkassenkummerkasten.de

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