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Menschen, die eine dauerhafte, schwere Behinderung haben, können von ihrer Krankenkasse Krankengymnastik, Ergotherapie oder andere Heilmittel-Therapien für ein Jahr oder länger genehmigt erhalten. Einzige Voraussetzung ist, dass der Behandlungsbedarf feststeht und keine Änderung in der Therapie zu erwarten ist.

Das heißt, dass Ihr Arzt den Behandlungsbedarf dann nicht bei jeder neuen Verordnung in dieser Zeit erneut begründen muss. Auch die Heilmittelbehandlung von schwer behinderten Kindern und Jugendlichen leichter. Sie können ohne Hausbesuchsverordnung etwa eine Sprach- oder Ergotherapie in einem Sonderkindergarten oder einer Förderschule erhalten. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass es behinderten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern bei einer ganztägigen Unterbringung etwa in einer Fördereinrichtung nur schwer möglich ist, eine physio- oder ergotherapeutische Praxis aufzusuchen.

Die Regelungen sind in der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA), der unter anderem entscheidet, welche ambulanten oder stationären Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind, enthalten.

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