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Das Kabinett hat die von Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) vorgeschlagene Familienpflegezeit am Mittwoch gebilligt. Die Familienpflegezeit beinhaltet, dass pflegende Angehörige bis zu 2 Jahre ihre Arbeitszeit reduzieren dürfen (sollen).

Nun wird als Erfolg gefeiert, was im Endeffekt eigentlich gar nichts ist!
Tatsächlich ist es so, dass der “Rechtsanspruch” nur für Mitarbeiter in den Firmen besteht, in denen der Arbeitgeber sich freiwillig dazu verpflichtet
Eigentlich schon ein Widerspruch in sich… Wie blöd ist das eigentlich? Und welcher Arbeitgeber wird denn das von Frau Schröder entwickelte “Spiel” mitspielen?
Es geht darum, dass

  • Beschäftigte zur Pflege eines Angehörigen ihre Arbeitszeit maximal 2 Jahre auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren können.
  • ein Lohnausgleich so erfolgt, dass jemand, der siene Stelle z. B. um 50 % wegen der Pflege seines Angehörigen reduziert hat, trotzdem 75 % seines letzten Gehaltes erhält.
  • das zu viel gezahlte Geld nach der Pflegezeit verrechnet wird, indem der Arbeitnehmer wieder 100 % arbeitet, aber weiterhin nur 75 % seines Gehaltes erhält, bis das Zeitkonto ausgeglichen ist.

Nun fragen wir uns alle, welcher Arbeitgeber freiwillig für seine Mitarbeiter eine solche Familienpflegezeit einrichten wird. Und warum sollte ein Arbeitgeber das überhaupt tun? Weil er Frau Schröder nett findet?
Das Familienzeitgesetz mag eine nette Idee sein, die Umsetzung ist Schwachsinn ohne Gleichen. Wer soll hier eigentlich verarscht veralbert werden?

Was halten Sie vom Familienpflegezeitgesetz und der Nicht-Umsetzung?

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