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gehtsoDas Bundesministerium für Gesundheit hat sich etwas einfallen lassen: den Pflegeleistungs-Helfer. Es handelt sich um eine Maske, bei der Schritt für Schritt die Pflegesituation abgefragt wird. Man kann unterschiedliche Antworten auswählen (anklicken), die dann zu einem “Gesamtergebnis” führen.

An sich ist die Idee gar nicht so schlecht. Der kleine Helfer funktioniert so ähnlich wie die bereits häufiger im Netz vorhandenen Pflegekostenrechner.
Allerdings ist das Ausfüllen doch mühsam und zeitaufwändig. Zudem erhält der Nutzer zwar einen Überblick, welche Ansprüche ihm bzw. seinem pflegebedürftigen Angehörigen zustehen. Aber das setzt voraus, dass der Anwender des Pflegeleistungs-Helfers genau weiß, was er wann anklicken sollte. Schließlich muss man aber auch feststellen, dass es sich um eine standardisierte Anwendung handelt, die keineswegs auf die individuellen Besonderheiten der Lebens- und Pflegesituation eingehen kann.

Sicher war die Entwicklung dieser Online-Anwendung nicht billig.
Ich denke, es wäre daher besser gewesen, das Bundesgesundheitsministerium hätte sich stattdessen dafür eingesetzt, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine wirklich unabhängige und kompetente Pflegeberatung erhalten. Dazu wäre es erforderlich, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sich ihren Pflegeberater selbst auswählen können. So würden alle in der Branche Tätigen gezwungen, eine qualitativ hochwertige Beratung anzubieten, um am Markt bestehen zu können.  Zudem könnten es die Hilfesuchenden dann vermeiden, sich in einem Rahmen beraten lassen zu müssen, der niemals unabhängig sein kann, etwa wenn es der Pflegeberater der eigenen Kranken- und Pflegekasse ist. Aber anstatt den  Bürgern eine nützliche Wahlfreiheit zu ermöglichen, investiert unser Bundesgesundheitsminister lieber in eine “Spielerei”, die letztlich nur oberflächlich weiterhilft.

Doch überzeugen Sie sich selbst von dem Angebot, das Sie unter dem folgenden Link erreichen: Pflegeleistungs-Helfer
Bitte hinterlassen Sie mir einen Kommentar, ob Sie diesen “Helfer” als nützlich empfinden oder doch die persönliche und individuelle Beratung bevorzugen.

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