! This post hasn't been updated in over 2 years.

gehtgarnichtDie demenzerkrankte Schwiegermutter stürzte mehrfach. Dem Faß den Boden ausgeschlagen hat, dass sie auch noch auf den Boden uriniert hat. Denn für den Schwiegersohn dieser Frau war das zu viel. Er trat die alte Frau in den Magen. So lange, bis sie starb. Für diese Tat wurde er von einem Gericht zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ist das eine gerechte Strafe?

Zunächst einmal: ich kann es verstehen, dass einem die Nerven durchgehen. Gerade die häusliche Pflege von Demenzerkrankten ist eine anspruchsvolle und nervenzehrende Aufgabe.
Bei der Lektüre dieser kleinen Meldung in unserer Tageszeitung über die von ihrem Schwiegersohn totgetretene Frau, stellte ich mir aber erst einmal die Frage, wie viele Tritte in den Bauch eigentlich erforderlich sind, damit ein erwachsener Mensch daran stirbt. Ich schätze einmal, sehr, sehr viele.

Mag der erste Tritt und vielleicht auch der zweite Tritt noch im Affekt gewesen sein. Danach kann es doch nur noch Wut oder Hass gewesen sein.

Man stelle sich die Situation einmal so vor: dieser erwachsene Mann, ein Vater von drei Kindern, tritt aus Überforderung, Wut oder Hass – das sei dahin gestellt – einen Hund, ein Pferd oder ein Kind so lange, bis es stirbt. Gäbe es da nicht einen Aufschrei der Empörung wegen der Tat und auch wegen der doch recht milde erscheinenden Strafe?
Da bleibt doch die Frage: Ist das Leben einer Demenzerkrankten wirklich so viel weniger Wert, als das eines gesunden Menschen?

Was denken Sie? Sind zwei Jahre auf Bewährung wirklich die gerechte Strafe für das Tottreten eines Familienmitgliedes?

Bereits 0 Mal geteilt!