! This post hasn't been updated in over 2 years.
Foto: djd

Foto: djd

Das Exdpertentelefon hatte eine hohe Anruferquote.

Das zeigt wieder einmal, wie wichtig, aber auch wie notwendig Beratung für Angehörige von Pflegebedürftigen und für die Pflegebedürftigen selbst, ist.

Viele Anrufer wollten beispielsweise wissen, worauf sie achten müssen, wenn sie kurz- oder mittelfristig einen Heimplatz für ihren pflegebedürftigen Angehörigen suchen müssen.

Heiko Rutenkröger (KDA): “Das Heim muss Leistungen anbieten, die den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Betroffenen gerecht werden. Man sollte sich deshalb auch intuitiv einen Eindruck von der Atmosphäre im Haus machen und sich fragen, ob sich der Betroffene hier wohl fühlen wird”.   Bei zahlreichen Anrufen ging es zudem ganz konkret um die Aufnahme in eine Pflegestufe. Bei einem Anrufer wurde vor anderthalb Jahren der entsprechende Antrag abgelehnt. Heiko Rutenkröger: “Sie können bei der Pflegekasse erneut einen formlosen Antrag auf Anerkennung einer Pflegestufe stellen. Das Prüfverfahren wird dann wieder in Gang gesetzt.”

Frühzeitig absichern
Auf die dramatischen Folgen des demographischen Wandels stellt sich auch finanziell noch kaum jemand ein. Alexander Winkler von der DKV rät deshalb dazu, sich frühzeitig auf den Ernstfall vorzubereiten: “Je jünger und je gesünder man ist, desto besser ist der Zeitpunkt zum Abschluss einer Pflegezusatzversicherung.”

Das Spektrum der Pflegezusatzversicherungen ist weit, man kann beispielsweise nur einzelne Pflegestufen absichern oder alle. Alexander Winkler empfiehlt allerdings eindeutig eine Pflegetagegeld- statt einer Pflegekostenversicherung: “Nur durch die Pflegetagegeldversicherung bekommt man einen bestimmten Betrag im Monat zur Verfügung gestellt, mit dem die Versorgung nach eigenem Ermessen sichergestellt werden kann. Niemand schreibt vor, ob das Geld für einen Pflegedienst, Hilfsmittel für Inkontinenz, die Miete für betreutes Wohnen oder andere Leistungen genutzt wird.”
Die Verbraucherschützer von “Finanztest” (Heft Februar 2011) nahmen Pflegetagegeldversicherungen unter die Lupe. Nur zwei Tarife erhielten in allen vier untersuchten Modellfällen das Qualitätsurteil “gut”, einer davon war der Tarif “PET” der DKV.

Entlastung für pflegende Angehörige
Über diese finanziellen Leistungen können sich pflegende Angehörige effektiv entlasten lassen. Heike Bohnes: “Man kann sich bei der Pflege etwa von einem Pflegedienst unterstützen lassen oder eine Tagespflege in Anspruch nehmen.”

Seit dem 1. Mai 2011 hat sich auch die Rechtslage für qualifizierte Vollzeitkräfte, welche die Pflege rund um die Uhr übernehmen, geändert. Heike Bohnes: “Nun gilt die sogenannte Arbeitnehmerfreizügigkeit. Pflegekräfte aus Osteuropa beispielsweise können jetzt mit den Pflegebedürftigen direkt Arbeitsverträge abschließen. Dadurch entsteht dann ein reguläres Arbeitsverhältnis mit Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht.”

Bereits 0 Mal geteilt!