Okt 27

Die Diakonie in Schleswig-Holstein weitet ihr Angebot für Urlaubspflege verstärkt aus. Das Diakonische Werk hat mit den diakonischen Pflegeanbietern an der Ost- und Nordsee und in weiteren Urlaubsregionen Schleswig-Holsteins ein Netzwerk aufgebaut.

Derzeit wird in Flensburg, Bad Bramstedt, Rendsburg und Husum gezielt Urlaubspflege angeboten. Das soll aber erst der Anfang sein. In den kommenden Jahren sollen die Leistungen rund um die Urlaubspflege weiter ausgebaut werden.
Die Organisation der Urlaubspflege soll für die Erholungssuchenden völlig unkompliziert sein. Die Ansprechpartner der Diakonie in Schleswig-Holstein nehmen mit den Pflegekassen und den Pflegedinesten in der Heimat der Urlauber Kontakt auf und regeln alle Formalitäten.

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Okt 06

Obwohl die jüngste Pflegereform von 2008 erweiterte Unterstützungsangebote gebracht hat, sinkt die Bereitschaft der Angehörigen, Pflege zu übernehmen. Das geht aus dem neuesten „AOK-Trendbericht Pflege“ hervor, den Wissenschaftler der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg vorgelegt haben.

Die Autoren gehen davon aus, dass es in der Zukunft entweder immer wieder Korrekturen am Sozialgesetzbuch XI geben muss, um neue Anreize zu setzen, oder dass mehr Schwerpflegebedürftige stationär versorgt werden. Beides würde die Kosten der Pflege erheblich erhöhen.
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Aug 26

Stefan Krastel aus Kehl in Baden-Württemberg hat sich dazu entschieden, seine Mutter zu Hause zu pflegen. Er verlor dadurch sein Auto, seine Ersparnisse wie zum Beispiel die Lebensversicherung und nun auch fast das Haus. Schon seit Jahren kämpft er bei den Behörden um mehr Geld und Unterstützung, jedoch rechtlich gesehen gibt es keinen Ausweg aus der existenziellen Katastrophe.

Mit seinem Fußmarsch nach Berlin will Stefan Krastel auf die Misere aufmerksam machen, in der sich viele pflegende Angehörige befinden: Sie geben einen Großteil bis hin zu ihrem gesamten eigenen Leben auf, um sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern. Gedankt wird ihnen dieses Engagement mit weiteren Problemen:
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Aug 20

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts (LG) Berlin hat eine Mutter vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Die Mutter hatte ihren Sohn durch die Gabe von Medikamenten und die Öffnung seiner Pulsadern getötet. Vorher hatte sie selbst Medikamente genommen und versucht, sich die Pulsadern zu öffnen, weil sie keinen Ausweg mehr sah.

Eine Verurteilung schied nach Ansicht des Gerichts aus, weil die Mutter zum Tatzeitpunkt unter einer schweren Depression gelitten habe. Ihre Schuldfähigkeit sei bei Begehung der Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgehoben gewesen.
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Apr 28

Wer einen Angehörigen pflegt, weiß, dass auch die körperlichen Anstrengungen ihre Spuren hinterlassen. Das sind z. B.

  • Verspannungen,
  • Rückenschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • überlastete Gelenke und im schlimmsten Fall auch ein
  • Bandscheibenvorfall.

Auf Medizininfo.de werden Übungen beschrieben, mit denen man alle Muskelgruppen des Körpers stärken und trainieren kann.
Dieses Training führt zu einer besseren Durchblutung, gleicht einseitige Belastungen aus und kann helfen, Verspannungen abzubauen.

Tipp: Um zu den Übungen zu kommen, einfach HIER klicken.

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Apr 06

Das Burn-Out-Syndrom bezeichnet einen Zustand der totalen Erschöpfung. Es ist das Gefühl der totalen Leere, der Ausgebranntheit. Die Oberberg-Kliniken, die sich auf die Behandlung von „Burnout” und Abhängigkeitserkrankungen spezialisiert haben, bieten Meditation als Therapie gegen Burn-Out an.

Aus medizinischer Sicht versteht man unter Burn-Out ein Zusammenspiel aus körperlichen und seelischen Erkrankungen. Zur Hauptrisikogruppe zählen Menschen in sozialen Berufen. Aber Burn-Out kann jeden treffen, Berufstätige, Arbeitslose und natürlich auch pflegende Angehörige.

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Feb 02

Die Sozialämter müssen auch Empfängern von Arbeitslosengeld II Hilfe zur Pflege gewähren. Das gilt auch dann, wenn nur Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich ist. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in einem aktuellen Urteil entschieden.

In dem Urteil zugrunde liegenden Fall hatte die Stadt Aachen die Hilfe zur Pflege mit der Begründung abgelehnt, dass Empfänger von Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II generell von der Sozialhilfe nach dem SGB XII ausgeschlossen seien.

Nach dem Urteil des höchsten deutschen Sozialgerichts bezieht sich diese Argumentation zwar auf Grundleistungen, nicht jedoch auf ergänzende Hilfen zur Pflege. Denn nach dem SGB II ist eine solche Leistung gar nicht vorgesehen. Eine Ablehnung der Leistung bzw. der Finanzierung bewertete das BSG als verfassungsrechtliche Benachteiligung für behinderte Empfänger von Arbeitslosengeld II gegenüber behinderten Sozialhilfeempfängern”.

Hinweis: Das Urteil des Bundessozialgerichts finden Sie unter dem Aktenzeichen: B 8 / 9b SO 18 / 07 R

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Dez 03

Viele Angehörige opfern sich aus Liebe oder Pflichgefühl in der Pflege auf und können dadurch selbst krank werden. Oft merken Angehörige erst, dass sie sich mit der Pflege überfordern, wenn es schon recht spät ist.

Nutzen Sie deshalb Hilfsangebote, bevor es für Sie zu spät ist.


Pflegebedürftigkeit, z. B. durch eine Alzheimer-Erkrankung, schleichend auftritt, oder wie bei einem Schlaganfall das Leben plötzlich und unerwartet verändert – ein „Pflegefall“ in der Familie ist immer ein Schock. Spätestens wenn der Hilfebedarf offensichtlich wird, müssen folgende Fragen geklärt werden:

  • Wer kümmert sich um alles?
  • Wie wird die Pflege finanziert?
  • Welche Beratungsangebote und Hilfen stehen zur Verfügung?
  • Können wir / ich das schaffen?

Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen ist ein Einschnitt

Um einen Angehörigen zu pflegen, arbeiten manche Teilzeit oder geben ihre Berufstätigkeit ganz auf. Das finden viele auch selbstverständlich. Die Überforderung durch die Pflege bemerken Betroffene oft erst, wenn sie völlig erschöpft sind und Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen oder Depressionen ihre Gesundheit angreifen.


Jeder Dritte Pflegende wird durch die Belastung krank

Ihre Einstellung zur Pflege spielt eine große Rolle: Wenn Sie sich zur Pflege gezwungen fühlen, z. B. weil ein Heimplatz zu teuer erscheint oder Ihr Angehöriger professionelle Helfer ablehnt, erleben Sie die Belastungen stärker. Sie werden schneller krank.

Wenn Sie Ihren Partner oder Ihre Eltern aus Zuneigung so lange wie möglich selbst umsorgen wollen, können Sie mit der Belastung besser umgehen.


Seelische Belastungen wiegen schwer

Die seelischen Belastungen bei der Pflege eines demenzkranken Angehörigen führen schneller zu Beschwerden, wie z. B. Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Herzprobleme, als die körperlich belastende Versorgung eines Angehörigen mit z. B. einem Schlaganfall.


Wege aus der Not
Wenn Sie Überforderungssituationen vermeiden wollen, sollten Sie die Pflege eines Angehörigen nicht unbedarft übernehmen, sondern die Situation nüchtern anschauen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wollen Sie die Pflege ehrlich übernehmen?
  • Rechnen Sie damit, dass die Dauer der Pflege nicht absehbar ist?
  • Wo sind Ihre Grenzen?
  • Haben Sie Unterstützung in Ihrem Umfeld?
  • Sind Sie bereit, bei Bedarf auch Ihren Beruf aufzugeben?

Unterstützung und Hilfe professioneller Anbieter hilft

Nutzen Sie die Möglichkeiten professioneller und ehrenamtlicher Helfer. Pflegedienste helfen vor allem bei der Grundversorgung, z. B. der Körperpflege, dem An- und Auskleiden und bei der Inkontinenzversorgung.

Tages- oder Kurzzeitpflegeeinrichtungen, nehmen Ihren Angehörigen tage- oder wochenweise auf und können Sie dadurch entlasten. So erhalten Sie sich selbst die Möglichkeit, Freundschaften zu pflegen, regelmäßig auszuspannen oder auch an Angehörigengruppen teilzunehmen.


Die ideale Lösung ist also ein „Versorgungsmix“ aus Profis, die bei der Körperpflege helfen, Ehrenamtlichen, die die Betreuung stundenweise übernehmen, und Nachbarn, die z. B. den Einkauf übernehmen oder bei kurzer Abwesenheit auch mal nach dem Rechten schauen.


Ihre Belastbarkeit ist begrenzt

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, können Sie immer auch Grenzerfahrungen machen: Als pflegender Angehöriger begegnen Sie Gefühlen wie z. B. Hilflosigkeit und Trauer, oder Situationen wie z. B. körperlicher Überforderung durch Heben und Tragen und persönliche Überforderung durch den Verlust von Freizeit und sozialen Kontakten.

Besonders belastend ist es, dass Sie nicht wissen können, wie lange die häusliche Pflege dauern und wie sie sich entwickeln wird.

Tatsache ist, dass ein ganzer Lebensabschnitt von der Pflege betroffen sein kann. Immerhin 20 % der Angehörigen pflegen mehr als 10 Jahre.


Wunsch, Pflicht und Überforderung

Auch Ihre Motivation für die Übernahme der Pflege beeinflusst den Pflegealltag. Wenn Sie die Pflege aus Angst vor dem Gerede der Nachbarn übernommen haben, geraten Sie unter Umständen unter einen hohen Druck, „es schaffen zu müssen“.

Haben Sie Ihrem Angehörigen das Versprechen, „Ich werde Dich nie in ein Heim bringen.“ gegeben, kann Ihnen dies zum Verhängnis werden.

Denn dann fällt es Ihnen wahrscheinlich schwer, sich eine Überbelastung einzugestehen.


Es gibt verschiedene Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger, die Sie nutzen können.

Beratung, welche Hilfen Ihnen zur Verfügung stehen, erhalten Sie nicht nur bei careKonzept, sondern auch bei Ihren kommunalen Pflegeberatungsstellen.
Ein Verzeichnis der Beratungsstellen nach Postleitzahlen finden Sie HIER.

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Aug 14

Sie werden es nicht glauben, aber in der Wohnung, aus der die nachfolgenden Bilder stammen, lebt(e) ein Mensch. Umgeben von Nachbarn, die den Verfall tolerierten, weil sie dem Wohnungsinhaber nichts Böses wollten.
Auch mit solchen Lebensumständen muss man sich als Sachverständige auseinandersetzen.
Die gute Nachricht: Nach Sanierung der Wohnung und Einsatz eines Pflegedienstes, läuft wieder alles ganz gut.
Überforderung hat eben viele Gesichter…..

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