Mai 212010
 

Nun werde ich sozusagen “aus dem Nähkästchen plaudern”. Denn ich gestehe: Ich benötige medizinische Einlagen für meine Schuhe. :shocked:

Leider habe ich einen neuen orthopädischen Schuhmacher, da mein alter aus Aachen weg gegangen ist. Vor einigen Tagen  brachte ich ihm mein Rezept für neue Einlagen. Meine Füße wurden vermessen, die Einlagen angefertigt und wir vereinbarten einen Termin zur Anpassung der Einlagen.

Als ich zum Termin kam, war der Orthopädieschuhmacher aber noch mit einer anderen Kundin beschäftigt. Ich wurde gebeten, mich hinzusetzen und zu warten. Da ich meine Zeit aber ganz in der Nähe sinnvoller verbringen konnte, fragte ich ihn, wie lange er denn benötige. Er war genervt und meinte, das könne er nicht sagen. Ich hakte nach, und meinte, na ja, ob 5 Minuten oder eine halbe Stunde, das müsse er doch sagen können. Er noch generveter, das könne er nicht, ich solle mich hinsetzen und warten, er habe jetzt eine Diabetikerin, das würde so lange dauern, wie es dauert.

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Jan 222010
 

Gestern musste ich in eine Pflegeeinrichtung. Sie liegt am Stadtrand, ist recht groß und hat gerade mal 6 Parkplätze für Besucherinnen… Da sie auch noch nahe der Uni und einer größeren Schule liegt, ist Parken fast unmöglich.
Ich hatte einen Termin und war schon etwas spät, da ich bereits dreimal die Straße hoch und runter gefahren war. Selbst Seitenstraßen waren zugeparkt. – Dann erblickte ich die Rettung: Eine Apotheke mit 6 Parkplätzen vor dem Laden – und alle 6 Parkplätze frei…

Also habe ich mir ein Herz gefasst. Artig parkte ich auf einem der 6 Plätze (ganz am Rand) und ging in die Apotheke. Dort musste ich etwas warten, bis jemand aus den Tiefen des Lagers oder Pausenraumes hervorkam.
Ich erklärte der Pharmazeutin mein Problem und fragte, ob ich denn wohl ausnahmsweise auf dem freien Parkplatz stehen bleiben dürfte.
Ich fand mein Verhalten nett. Ich hätte mich auch einfach dahin stellen können und gehen. Gesehen hatte mich niemand, als ich parkte und das Abschleppen von Privatgrundstücken, wenn man niemanden behindert, kann auch für den Auftraggeber des Abschleppens teuer werden. Der muss nämlich in Vorkasse gehen. Das Risiko in so einem Fall ist also ein “böser” Apothekenbesitzer, dessen Flüche einen bei der Abfahrt verfolgen.
Aber ich wollte ja nett, vernünftig und fair sein…

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