Apr 22

Die europäische Union fördert ein Forschungsprojekt in 8 Ländern mit 3 Mill. €. In dem Projekt sollen Gesundheitsforscher herausfinden, wie Demenzpatienten möglichst lange zu Hause gepflegt werden können. Darüber hinaus untersuchen Pflegewissenschaftker und Pfdlegeforscher der Uni Witten-Herdecke, wo in Europa gute Ansätze für die Versorgung von Demenzerkrankten zu finden sind.

Die Studie wird in Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Finnland, Schweden, Estland und den Niederlanden durchgeführt. Die Koordination der Studie erfolgt in Witten. Das Projekt-Team arbeitet auch mit der größten Betroffenen-Organisation “Alzheimer-Europe” zusammen.

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Mrz 30

Psychologen der Universität Jena zeigen, dass Reize durch Worte das Schmerzgedächtnis aktivieren
Wenn es beim Arzt heißt, “Achtung, jetzt piekst es gleich.” wird es nach dieser Ankündigung nicht nur Kindern, sondern auch vielen Erwachsenen beim Arzt ziemlich mulmig. Sobald die Nadel der Spritze dann die Haut berührt, ist der stechende Schmerz auch deutlich zu spüren.

Bei der nächsten Impfung reicht es nach einer solchen Erfahrung schon aus, sich nur das Bild der Nadel ins Gedächtnis zu rufen, um unser Schmerzgedächtnis zu aktivieren, behauptet Prof. Dr. Thomas Weiß von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

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Mrz 22

Das Universitätsklinikum Bonn sucht Probanden für eine Studie. Das Ziel ist es, die stimmungsverbessernde Wirkung der tiefen “Transkraniellen Magnetstimulation” (dTMS) bei Patienten mit einer schweren Depression zu testen, die zuvor erfolglos mit antidepressiven Medikamenten behandelt wurden. Zudem soll die Sicherheit der Methode überprüft werden.

Bei der “Transkraniellen Magnetstimulation” (TMS) platzieren die Ärzte eine Spule an den Kopf des Patienten. Diese erzeugt kurzzeitig ein starkes pulsierendes Magnetfeld, das seinerseits im Gehirn einen Stromfluss hervorruft. Dieser ist jedoch so gering, dass der Patient kaum etwas mitbekommt. Der Kranke erlebt die schmerzlose Behandlung bei vollem Bewusstsein.

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Mrz 10

Laut einer Umfrage hat jede 3. Frau ab 60 Jahre eine Patientenverfügung verfasst. Damit haben in Deutschland mehr Frauen als Männer für den Krankheitsfall vorgesorgt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau” herausgefunden.
Demnach hat jede 5. Frau (19,2 %) festgelegt, welche medizinischen Maßnahmen sie wünscht, oder ob Maßnahmen unterlassen werden sollen. Natürlich nur für den Fall, dass sie ihren eigenen Willen in einer solchen Situation nicht mehr äußern kann.

Von den Männern hat nur jeder 6. (16,2 %) vorgesorgt. Der Geschlechterunterschied ist vor allem bei den 50- bis 59-Jährigen sehr deutlich. Nur jeder 9. Mann in dieser Altersstufe (10,9 %) hat eine Patientenverfügung abgefasst, während es bei den Frauen mit 20,1 % fast doppelt so viele sind.

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Feb 24

Der Placebo-Effekt, bei dem der Glaube an eine Heilung auch tatsächlich eine Besserung bringt, ist Ihnen sicher bekannt. Jetzt haben Mediziner den „Nocebo-Effekt“ (Nocebo = lateinisch: „ich werde schaden“) als Phänomen entdeckt. Dabei geht es um die Angst vor Krankheit und die Folgen dieser Angst.

Deutsche Wissenschaftler haben diese Auswirkungen in einer Studie untersucht. In dieser Studie wurden Patienten beobachtet, die wegen Herzbeschwerden zum 1. Mal einen Kardiologen aufsuchten. Dieser ordnete ein Belastungs-EKG an – eine Routineuntersuchung, die überhaupt nichts Schlimmes bedeuten muss. Denn tatsächlich wird nur bei jedem 10. Patienten in dieser Situation eine Erkrankung festgestellt.
In der Studie bekamen 50 % der Testpersonen die Information: „In 90 % der Fälle ist alles in Ordnung.” Die Hälfte der Probanden erhielt diese Information nicht.

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Feb 18

Eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, dass 6 von 10 Deutschen noch nie etwas von den Leistungsverbesserungen des Pflegeweiterentwicklungs-Gesetzes gehört haben.
Auch unter den Pflegebedürftigen und eren Angehörigen kennt nur jeder 2. die zusätzlichen Unterstützungsleistungen, wie z. B. das zusätzliche Betreuungsgeld.
Und zwei Drittel der Befragten kennen ihren Anspruch auf die kostenlose und unabhängige Beratung durch die Pflegestützpunkte noch nicht.

Dies widerspricht eindeutig der wachsenden Betroffenheit von Pflegebedürftigkeit. Denn jeder 6. Bundesbürger ist entweder selbst betroffen oder hat einen pflegebdürftigen Angehörigen in seiner Familie.

Kommentar: Liebe Pflegekassen, wie wäre es, wenn Ihr Eure Versicherten mal darauf hinweist, dass es die kostenlose und unabhängige Beratung überhaupt gibt. Und am besten nennt Ihr in Eurem Anschreiben dem Versicherten dann auch gleich die Adresse des für ihn nächstgelegenen Pflegestützpunktes.
Oder liegt es etwa in Eurem Interesse, dass Eure Versicherten nicht aufgeklärt sind?

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Dez 16

Es ist wichtig, dass sich das pflegerische Versorgungssystem auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einstellt. So das Ergebnis des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).

Deshalb müssen die medizinische und die pflegerische Versorgung besser miteinander verzahnt werden.
In der Versorgung von Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen bestehen immer noch Defizite. Das spiegelt sich auch in den Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) wider. Die ersten veröffentlichten Pflegenoten zum Bereich „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ zeigen, dass zwar die Hälfte der Einrichtungen gute Noten erreicht, bei immerhin einem Fünftel der Pflegeheime die Versorgung aber lediglich „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“ ist.

Grundsatzstellungnahme fordert Verbesserung in Medizin und Pflege
Optimierungsbedarf wird in der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung von Heimbewohnern gesehen. Denn nur 35 % der Heimbewohner werden fachärztlich von einem Neurologen oder Psychiater behandelt und nur 20 % erhalten eine antidementive Therapie.

Aber auch die pflegerische Versorgung in Pflegeheimen muss verbessert werden. Häufig wird an den Bedürfnissen der Menschen mit Demenz vorbeigepflegt. Die Folge sind z. B. Angst- und Unruhezustände, die die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen, sowie die anderen Bewohner und Pflegekräfte zusätzlich belasten.

Hinweis: Wie die Pflege von Demenzerkrankten im Pflegeheim gestaltet werden sollte, wurde nun von der MDK-Gemeinschaft in der Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ zusammengefasst. Nähere Informationen und einen Downloadlink zur Grundsatzstellungnahme finden Sie HIER.

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Nov 06

Über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland werden zu Hause durch Angehörige und ambulante Pflegedienste versorgt. Die Universität Hamburg und die AOK haben die Situation in der häuslichen Pflege im Rahmen einer Langzeitstudie untersucht, von der jetzt erste Zwischenergebnisse vorliege

Die Wissenschaftler der Universität Hamburg konnten mit der Studie nachweisen, dass die zunehmende Zahl der Pflegebedürftigen in erster Linie auf die längere Pflegebedürftigkeit und den damit einhergehenden längeren Bezug von Versicherungsleistungen zurückzuführen ist. Der Trend geht zu mehr selbstbestimmtem Wohnen Pflegebedürftiger, zugleich müssen sich die Menschen aber auf eine längere Pflegedauer einstellen.

Wesentliches Ergebnis der Studie
Menschen mit geringem Einkommen sind von der häuslichen Pflege stärker belastet, denn sie organisieren die Pflege eher ganz allein. Außerdem stehen ihnen kaum finanzielle Mittel zur Verfügung, um sich genügend Freiräume zur Erholung zu schaffen. Sie rufen auch weniger Pflegehilfsmittel oder Wohnraumanpassungsmaßnahmen ab.

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Nov 02

Alzheimer und andere altersbedingte Erkrankungen des Gehirns werden meist erst erkannt, wenn der Verfall weit fortgeschritten ist. Bald soll ein Bluttest die Erkrankungen sicher aufdecken können.

Wissenschaftler an der Universitätsmedizin Göttingen haben unter der Federführung von Prof. Thomas Bayer einen Ansatz für die Früherkennung der Alzheimer Demenz entwickelt. Ergebnisse der klinischen Grundlagenforschung wurden jetzt in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Neurobiology of Aging“ veröffentlicht.

Demnach können die Forscher mit einem neu entwickelten Testverfahren im Blut von Alzheimer-Erkrankten spezielle Antikörper nachweisen. Diese Antikörper würden von der körpereigenen Immunabwehr im Kampf gegen ein für Nervenzellen besonders giftiges Eiweiß, das sogenannte Pyroglutamat-Abeta Peptid, gebildet.

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Okt 16

Frau Margund Rohr hat mich gebeten, Ihnen folgenden Aufruf zu einer Onlinestudie bekannt zu geben. Sie ist Mitarbeiterin bei GEROTEST.

GEROTEST ist ein wissenschaftliches – nicht kommerzielles – Projekt des Instituts für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Mit Hilfe von Befragungen über das Internet werden dort verschiedene gerontologische und psychologische Fragestellungen untersucht. Dieses Projekt zielt darauf ab, wichtige Forschungsthemen im Kontext von Alter und Altern voranzutreiben und für alle zugänglich zu machen.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit möchten wir, das Institut für Psychogerontologie, Sie auf eine neue Studie auf unserem Internetportal GEROTEST aufmerksam machen, für die wir noch Teilnehmer und Teilnehmerinnen suchen. In der Studie Beziehungspflege geht es darum, welchen Einfluss Aspekte wie Gesundheit, persönliche Einstellungen und Eigenschaften sowie Beziehungsqualität auf Pflegeentscheidungen haben. Uns interessiert dabei besonders, wie man mit der potentiellen oder aktuellen Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen umgeht.

Der Link zur Studie lautet: http://www.gerotest.geronto.uni-erlangen.de/care/Beziehungspflege.php

Die Bearbeitung des Fragebogens nimmt 20 bis 25 Minuten in Anspruch. Am Anschluss der Studie erhalten Sie eine individuelle Rückmeldung zu Ihren Ergebnissen. Teilnehmen kann dabei jeder, der einen Internetzugang hat. Die Daten werden anonymisiert erhoben und vertraulich behandelt.

Bei offenen Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Margund Rohr: rohr@geronto.uni-erlangen.de

Wir würden uns freuen, Sie als Teilnehmer zu gewinnen!

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