Gestern musste ich in eine Pflegeeinrichtung. Sie liegt am Stadtrand, ist recht groß und hat gerade mal 6 Parkplätze für Besucherinnen… Da sie auch noch nahe der Uni und einer größeren Schule liegt, ist Parken fast unmöglich.
Ich hatte einen Termin und war schon etwas spät, da ich bereits dreimal die Straße hoch und runter gefahren war. Selbst Seitenstraßen waren zugeparkt. – Dann erblickte ich die Rettung: Eine Apotheke mit 6 Parkplätzen vor dem Laden – und alle 6 Parkplätze frei…
Also habe ich mir ein Herz gefasst. Artig parkte ich auf einem der 6 Plätze (ganz am Rand) und ging in die Apotheke. Dort musste ich etwas warten, bis jemand aus den Tiefen des Lagers oder Pausenraumes hervorkam.
Ich erklärte der Pharmazeutin mein Problem und fragte, ob ich denn wohl ausnahmsweise auf dem freien Parkplatz stehen bleiben dürfte.
Ich fand mein Verhalten nett. Ich hätte mich auch einfach dahin stellen können und gehen. Gesehen hatte mich niemand, als ich parkte und das Abschleppen von Privatgrundstücken, wenn man niemanden behindert, kann auch für den Auftraggeber des Abschleppens teuer werden. Der muss nämlich in Vorkasse gehen. Das Risiko in so einem Fall ist also ein “böser” Apothekenbesitzer, dessen Flüche einen bei der Abfahrt verfolgen.
Aber ich wollte ja nett, vernünftig und fair sein…
