Okt 312011
 

Während der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr im Bereich Pflege nicht liefern kann, sorgt er still und leise im Hintergrund dafür, dass es – wenn schon nicht den Pflegebedürftigen und den pflegenden Angehörigen – wenigstens den Ärzten besser gehen wird. Er beginnt da ab 01.01.2013 schon mal mit den Ärzten, genau genommen, den Zahnärzten.

Monitor deckt in seinem Bericht vom 27.10.2011 auf, wie uns Patienten noch mehr Geld aus den Taschen gezogen werden soll.
Vielen Dank Herr Bahr!

Hinweis: Den Beitrag “Alleingelassen: Patienten zahlen FDP-Geschenke an die Zahnärzte” zur Erhöhung der Zahnarzthonorare und den Folgen des Festzuschusssystems für die Versicherten, können Sie unter dem folgenden Link anschauen: Hier klicken!

 

Sep 302011
 

In Bayerns Landessozialministerium verliert man offensichtlich die Geduld mit unserem Bundesgesundheitsminister und seiner Verschiebe-Pflegereform. Deshalb arbeitet man dort an einem eigenen Reformkonzept.

Das war in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. September 2011 und auch im „Ärzteblatt“ zu lesen. Die Informationen stammen aus einem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Schriftstück des bayrischen Landes-Sozialministeriums.

Laut der „Süddeutschen“ will die bayrische Landesregierung, die Leistungen für Behinderte, Demenzkranke und besonders schwere Pflegefälle in einem eigenen Gesetz zusammenfassen und aus Steuern finanzieren.
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Sep 222011
 

Daniel Bahr, unser Bundesgesundheitsminister hat erklärt, dass die Eckpunkte zur anstehenden Pflegereform nun doch nicht zum Sommerende, also spätestens am Freitag, den 23.09. bekannt gegeben werden.

Der Grund für die Verschiebung ist ein Streit in der Koalition. Bei dieser Uneinigkeit geht es vor allem um die Finanzierung der Reform. Während die einen (CSU) Teile der Reform, etwa die Verbesserungen für Demenzerkrankte, aus Steuermitteln finanzieren möchten, wollen CDU und FDP die Kosten allein aus der Pflegeversicherung stemmen.
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Sep 092011
 

Herr Bahr redet in seiner ersten Haushaltsrede über Organspende, HIV / AIDS, Innovationen im Gesundheitswesen ….
Die Pflege will er mit der anstehenden Pflegereform zukunftsfest machen. Ach so, ja, es geht auch immer wieder darum, wie toll die Koalition ist und was für eine tolle Gesundheitspolitik sie machen – Handfestes spricht er nicht, der Minister. Aber wer erwartet das denn heute auch noch?


Wenn Sie das Video direkt auf der Seite des Bundestages sehen wollen, dann klicken Sie bitte hier: Klick!

Aug 022011
 

Seit 2008 besteht für gesetzlich und privat Pflegeversicherte der Anspruch auf eine unabhängige Pflegeberatung. Vorzugsweise soll diese Beratung in so genannten Pflegestützpunkten angeboten werden.

Aber es haben noch nichtalle Bundesländer solche Pflegestützpunkte. Die Pflegekasse kommen ihrer Beratungspflicht nach § 7 SGB XI also sehr unterschiedlich nach. Ob eine Beratung durch die Mitarbeiter der Pflegekasse unabhängig ist, ist umstritten.

Damit die Motivation, Pflegestützpunkte zu errichten hoch ist und auch gleiche Voraussetzungen dafür bestehen, hat der Bund auf Antrag des jeweiligen Bundeslandes eine so genannte Anschubfinanzierung in Höhe von 45.000 € für jeden Pflegestützpunkt in Aussicht gestellt. Diese Möglichkeit ist aber zum 30.06.2011 ausgelaufen. Das heißt, seit dem 01.07.2011 gibt es für (möglicherweise) neu eröffnete Pflegestützpunkte keine finanzielle Hilfe des Bundes mehr.
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Jul 012011
 

Seit mehr als 2 Jahren liegen die Empfehlungen des so genannten Beirates, den die Bundesregierung damals einberief, vor. Demnach werden gerade die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenzerkrankung nach Anleitung, Beaufsichtigung und Betreuung nich ausreichend berücksichtigt. Der tatsächliche Zeitbedarf gehe deutlich über den „heute berücksichtigten Zeitansatz hinaus“.

Laut der Kommission kommen vor allem Zuwendung und Kommunikation, was auf viele Demenzerkrankte positiv wirke, zu kurz. Den Angehörigen und auch den Pflegekräften in Heimen fehle dazu zudem die Zeit.

Kommentar: Liebe Leute! Die aktuell geltenden Begutachtungs-Richtlinien geben sehr wohl die Möglichkeit her, den Bedarf an Anleitung und Beaufsichtigung bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit Demenzerkrankter zu berücksichtigen. Allein die Praxis ist eine andere.
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Apr 142011
 

Ich nehme seit langer Zeit ein Schilddrüsenhormon einer bestimmten Firma. Auf dieses Präparat wurde ich mühsam eingestellt. Jetzt habe ich ein neues Rezept in der Apotheke abgegeben und bekam überraschend ein anderes Medikament, ein so genanntes “Austauschpräparat”, ausgehändigt. Das Problem war, dass meine Hausärztin vergessen hatte, auf dem Rezept ein Kreuz bei “aut idem” zu machen.

Denn nur mit dem Kreuz in diesem „aut idem“- Kästchen auf dem Rezept, muss mir der Apotheker genau das Präparat geben, das auch auf meinem Rezept steht. Ohne dieses Kreuz muss der Apotheker mir nur eine identische Wirkstoffzusammensetzung aushändigen, nicht aber genau das Produkt, das ich gewohnt bin.  weiterlesen »

Mrz 252011
 

Das Kabinett hat die von Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) vorgeschlagene Familienpflegezeit am Mittwoch gebilligt. Die Familienpflegezeit beinhaltet, dass pflegende Angehörige bis zu 2 Jahre ihre Arbeitszeit reduzieren dürfen (sollen).

Nun wird als Erfolg gefeiert, was im Endeffekt eigentlich gar nichts ist!
Tatsächlich ist es so, dass der “Rechtsanspruch” nur für Mitarbeiter in den Firmen besteht, in denen der Arbeitgeber sich freiwillig dazu verpflichtet
Eigentlich schon ein Widerspruch in sich… Wie blöd ist das eigentlich? Und welcher Arbeitgeber wird denn das von Frau Schröder entwickelte “Spiel” mitspielen?
Es geht darum, dass

  • Beschäftigte zur Pflege eines Angehörigen ihre Arbeitszeit maximal 2 Jahre auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren können. weiterlesen »
Jan 242011
 

Das Jahr 2011 ist das Jahr der freigegebenen Zusatzbeiträge – zumindest wurde es 2010 von unserer Regierung so beschlossen.

Das heißt, dass die Krankenkassen erstmalig unbegrenzte Zusatzbeiträge erheben dürfen. Alle gesetzlich Versicherten müssen diese Beiträge dann an ihre Krankenkasse zahlen.

Bedürftige bzw. finanziell schwache Versicherte erhalten eine Erstattung. Allerdings wird nur ein Betrag bis zum so genannten durchschnittlichen Zusatzbeitrag ausgeglichen. Diese Erstattung nennt sich Sozialausgleich und wird aus unseren Steuern finanziert.

Das ist der Hintergrund
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