Feb 02

Im Bereich der Behindertenhilfe kommt es bei Heimbewohnern von Behinderteneinrichtungen zu Pflegegeldkürzungen, wenn ein Heimbewohner etwa über das Wochenende seine Eltern besucht.

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) fordert alle Betroffenen auf, gegen ein solches Vorgehen Widerspuch zu einzulegen. Die Kürzung des Pflegegeldes ist laut bvkm rechtswidrig.
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Jan 27

Immer wieder erreichen mich Fragen, wie das zusätzliche Betreuungsgeld für Demenzerkrankte eingesetzt werden kann. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass das Betreuungsgeld nicht an den Pflegebdürftigen selbst ausgezahlt werden kann.
Es kann ausschließlich für qualitätsgesicherte Betreuungsangebote eingesetzt werden. In der Praxis heißt das, dass Sie das Betreuungsgeld nur von der Pflegekasse erhalten, wenn Sie die Rechnung eines zugelassenen Anbieters einreichen. Allerdings müssen einige Bedingungen erfüllt werden:

  • Das Betreuungsgeld darf nicht für pflegerische Leistungen etwa die Körperpflege oder das An- und Auskleiden und auch
  • nicht für hauswirtschaftliche Leistungen wie etwa Putzen oder Kochen, eingesetzt werden.

Da qualitätsgesicherte Betreuungseinrichtungen eingesetzt werden müssen, kommen als Leistungserbringer vor allem folgende Angebote infrage:

  • Pflegedienste, die dieses spezielle Angebot vorhalten,
  • Tages- und Nachtpflege
  • ehrenamtliche Betreuungsdienste
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Jan 24

Eigentlich gibt es nicht viel Neues zur Pflegereform 2011, außer dass sie frühestens 2012 ein wichtiger Teil wahrscheinlich 2013 stattfinden wird.
Noch in 2011, nämlich im November, wurde das Eckpunktepapier zur Pflegereform beschlossen – ein nicht gerade überwältigendes Ergebnis.

Wenn es Sie interessiert, können Sie die verabschiedeten Eckpunkte der Pflegereform kostenlos beim Bundesgesundheitsministerium herunterladen. Nutzen Sie einfach den folgenden Link: Hier geht’s zu den Eckpunkten der Pflegereform

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Nov 18

Wer es noch nicht müde ist, die Debatten zum Pflegereförmchen im Fernsehen zu verfolgen, kann sich auch die Sendung auf Phoenix “Alles nur Kosmetik?” vom 16.11.2011 ansehen.

Es diskutieren:
- Jens Spahn (CDU)
- Claus Fussek (Pflegekritiker und pflegender Angehöriger)
- Volker Leienbach (Verband der privaten Krankenversicherungen)
- Jens Kaffenberger (Sozialverband VdK)

Die Herren drehen sich meiner Meinung nach im Kreis, weil jeder seinen festgefahrenen Standpunkt postuliert:
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Nov 17

Gestern stellte der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Eckpunkte der Pflegereform vor. Er konnte mit seinen Informationen allerdings niemanden überraschen, schließlich erzählte er nichts Neues. Es bleibt somit beim Pflege-Reförmchen ohne Biss und ohne echte Verbesserungen für die Versicherten und ihre Angehörigen. – Zumindest lassen alle eventuell möglichen Verbesserungen, etwa für Demenzerkrankte bis zum Jahr 2013 auf sich warten.

Das Reförmchen in Kürze:

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Nov 14

Nun ist 2011, das “Jahr der Pflege”, fast vorbei. Die Pflegereform wurde von Daniel Bahr, unserem Bundesgesundheitsminister, auf ein Pflegereförmchen zusammengedampft.
Es gibt eine Beitragserhöhung, die private Pflicht-Pflegezusatzversicherung ist (vernünftigerweise!) vom Tisch und wird sehr wahrscheinlich von einem “private Pflegezusatzversicherungs-Steuersparmodell” abgelöst.
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Nov 02

Herr Müntefering hat einen Reformvorschlag gemacht: Die Pflege Zuhause sollte genauso gut bezahlt werden, wie im Heim. Um die Bereitschaft der Angehörigen, selbst zu pflegen, zu stärken, schlägt Herr Müntefering vor, das Pflegegeld an das Einkommen zu koppeln. Das heißt, Müntefering möchte, dass pflegende Angehörige, die viel verdient haben und ihren Angehörigen pflegen, viel Pflegegeld bekommen und Pflegende, die wenig verdient haben, eben weniger Pflegegeld…. :sick:

Klar, da würde dann fortgeführt, was unsere Regierung schon seit Jahren macht: Die die viel haben bekommen mehr und die, die wenig haben, kriegen’s abgenommen.
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Okt 05

Es kann passieren, dass ein hilfebedürftiger Mensch in ein Heim muss, obwohl er die gesetzlichen Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht erfüllt. Man spricht dann von der Pflegestufe “null”. Das heißt, es besteht ein Hilfebedarf, der unterhalb der im Pflegeversicherungsgesetz geforderten 46 Minuten pro Tag liegt, z. B. 31 Minuten.

Ein Heimplatz ist immer dann die beste Lösung, wenn die Pflege allein durch ambulante Hilfen nicht sichergestellt werden kann.
Nun ist es aber so, dass Pflegeheime zunehmend behaupten, sie könnten keine Personen mit Pflegestufe null aufnehmen. Im Grunde ist das Quatsch!

Jedes Pflegeheim hat auch einen Pflegesatz für die so genannte Pflegestufe “null”. Wäre es wahr, dass Pflegeheime keine Bewohner mit dem unterhalb der Pflegestufe 1 liegenden Hilfebedarf aufnehmen können, hätten die Pflegeheime gar keinen entsprechenden Pflegesatz.

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Sep 30

In Bayerns Landessozialministerium verliert man offensichtlich die Geduld mit unserem Bundesgesundheitsminister und seiner Verschiebe-Pflegereform. Deshalb arbeitet man dort an einem eigenen Reformkonzept.

Das war in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. September 2011 und auch im „Ärzteblatt“ zu lesen. Die Informationen stammen aus einem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Schriftstück des bayrischen Landes-Sozialministeriums.

Laut der „Süddeutschen“ will die bayrische Landesregierung, die Leistungen für Behinderte, Demenzkranke und besonders schwere Pflegefälle in einem eigenen Gesetz zusammenfassen und aus Steuern finanzieren.
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Sep 22

Daniel Bahr, unser Bundesgesundheitsminister hat erklärt, dass die Eckpunkte zur anstehenden Pflegereform nun doch nicht zum Sommerende, also spätestens am Freitag, den 23.09. bekannt gegeben werden.

Der Grund für die Verschiebung ist ein Streit in der Koalition. Bei dieser Uneinigkeit geht es vor allem um die Finanzierung der Reform. Während die einen (CSU) Teile der Reform, etwa die Verbesserungen für Demenzerkrankte, aus Steuermitteln finanzieren möchten, wollen CDU und FDP die Kosten allein aus der Pflegeversicherung stemmen.
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