Tag Archives: pflegende Angehörige

Der richtige Kommentar zur Lebensleistungsrente

wird von Wilfried Schmickler gesprochen. Der Kabarettist hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht, als er sich am 10.11.12 in der Sendung “Mitternachtsspitzen” über die Lebensleistungsrente aufregte.

Es ist nicht immer einfach, dem schimpfenden Kabarettisten zu folgen. Aber mit seinem absolut zutreffenden Kommentar zur Lebensleistungsrente hat er den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen.
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Heimaufnahme nur bei Mitarbeit der Angehörigen

Die niederländische Pflegeheimkette “Vierstrom” wird es zukünftig zur Aufnahmevoraussetzung machen, dass die Angehörigen des neuen Bewohners im Monat mindestens 4 Stunden Zeit aufbringen, um im Heim zu helfen.

Dabei müssen die Angehörigen keine direkte Pflege übernehmen. Sie können (sollen) beim Reinigen helfen, die Bewohner (nicht speziell den eigenen Angehörigen!) beaufsichtigen oder sich mit ihnen beschäftigen und ihnen Gesellschaft leisten.

Die Angehörigen müssen sich vertraglich zu diesem Dienst bereit erklären. Wenn sie dazu nicht bereit sind, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. der Pflegebedürftige bekommt keinen Heimplatz in der Einrichtung
  2. die Angehörigen kaufen sich von ihrer Pflicht frei und bezahlen mehr für den Pflegeplatz.

Der Pflegeheimbetreiber hat in den Niederlanden 16 Einrichtungen.

Hinweis: Eine rege Diskussion zu diesem Thema können Sie im Elternpflegeforum verfolgen. Wenn Sie sich anmelden und kurz vorgestellt haben, können Sie auch mit diskutieren. Hier geht’s zur Diskussion: Projekt in Holland: Heimaufnahme nur, wenn Angehörige mitarbeiten

Bürgerinitiative für Menschenwürde in der Pflege

Ich bin im Internet auf eine Bürgerinitiative gestoßen, die sich mit dem Thema “Personalknappheit in der ambulanten und stationären Pflege” befasst. Ziel ist eine Petition für mehr Personal und damit menschenwürdige Pflege.
Wenn ich die Forderung der Initiatorin richtig verstanden habe, hätte sie gerne eine 1:1 Pflege. Das ist meines Erachtens übertrieben. Nicht übertrieben ist, eine spürbare Personalknappheit in Pflegeeinrichtungen zu beklagen.

Ich habe mich durch die Seite von Annett Kleischmantat gelesen und muss zugeben, dass sie zumindest weiß, wovon sie spricht. Sie hat versucht, etwas in der Altenpflegelandschaft zu verändern. Sie war als Heimleiterin tätig und wollte beweisen, dass eine menschenwürdige Pflege im Heim für Bewohner und Mitarbeiter möglich ist.
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Neues Informationsportal für pflegende Angehörige

Schon am 12. Mai wurde von der Landesstelle Pflegende Angehörige in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein neues Informationsangebot ins Internet gestellt. Auf der Seite www.LPFA-NRW.de informiert die Landesstelle rund um das Thema häusliche Pflege.

Pflegende Angehörige finden hier beispielsweise Tipps und ein Nachschlagewerk über die Pflege Zuhause. Zudem bieten kurze und informative Artikel etwa zum Thema Demenz, zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf oder wie man beim Pflegen selbst gesund bleibt, schnell und übersichtlich Informationen.
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Fernsehtipp: Anne Will zum Thema “Albtraum Pflege”

Wieder einmal eine Diskussion, die wahrsacheinlich nicht viel bringt – dennoch glaube ich, dass es wichtig ist, das Thema Pflege immer wieder ins gesellschaftliche Bewusstesein zu bringen.

Anne Will diskutiert unter dem Titel “Albtraum Pflege – bleibt wieder alles an den Angehörigen hängen?”
Geklärt werden soll in der Diskussionsrunde, was sich genau durch die Pflegereform ´ändern soll und was diese Änderungen den pflegenden Angehörigen bringen wird.

Die Gäste zum Thema werden sein:

  • Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit und ansonsten als Bankkaufmann ohne besondere Qualifikation zum Thema
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Kasse bietet Angehörigen Geld

Eigentlich eine tolle Sache: eine Krankenkasse bietet den pflegenden Angehörigen ihrer Versicherten Geld dafür, wenn die Angehörigen die ärztlich verordnete Behandlungspflege, etwa die Medikamentengabe, übernehmen.

An sich wäre das doch ein Grund zur Freude. Endlich erkennen die Kassen die Leistungen der pflegenden Angehörigen an. Doch bei genauer Betrachtung erkennt man, dass es gar nicht um die Anerkennung der Leistung geht.

Die Berater der Krankenkasse suchen Pflegebedürftige und deren Angehörige auf und bieten den Angehörigen dann eine Art Aufwandsentschädigung für die Übernahme der Behandlungspflege an. Das Angebot von 3 € für die Durchführung der Behandlungspflege ist meines Erachtens aber sehr niedrig bemessen. Und das führt nun auch zu Ärger. Denn tatsächlich geht es nicht um die Anerkennung der Leistung des pflegenden Angehörigen sondern darum, den höheren Geldbetrag einzusparen, den ansonsten ein Pflegedienst für die ärztlich verordnete Leistung erhalten würde.
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Pflegebedürftige sollen polnisch lernen

Ich weiss nicht, was ich davon halten soll: weil viele Pflege- und Hilfskräfte, die die 24-Stunden-Pflege abdecken sollen, aus Polen kommen und (noch) kein Deutsch sprechen, bietet die Volkshochschule Verlbert Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Polnischkurse an.
Die polnischen Fach- und Hilfskräfte lernen die deutsche Sprache oft erst hier in Deutschland. Der Gesprächsbedarf ist aber gerade zu Beginn der Pflegebeziehung sehr hoch.

In dem Kurs sollen die Teilnehmer die Grundlagen der polnischen Sprache – ohne grammatikalische Regeln – erlernen. Es soll vor allem um Vokabeln aus dem Alltag, etwa Einkaufen und Waschen sowie Auskünfte zum Wohlbefinden wie Schmerzen und Müdigkeit gehen. Aber auch Themen aus dem medizinischen Bereich, etwa Medikamentenverordnung und Dosierung sollen Bestandteil des Sprachkurses sein.

Diese Idee wirft für mich Fragen auf, etwa, warum die osteuropäischen Pflegekräfte nicht die Möglichkeit erhalten, einen Sprachkurs in ihrem Heimatland zu besuchen, um dann mit wesentlichen Sprachkenntnissen ausgestattet, zum Pflegebedürftigen nach Deutschland zu kommen.  Denkbar ist auch, dass diese Kräfte einen Deutsch-Intensiv-Kurs hier in Deutschland erhalten.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob der Vorstoss der VHS Verlbert Schule machen wird.

Referentenentwurf zur Pflegeversicherungsreform

Das geplante Gesetz für die Neuerungen in der Pflegeversicherung soll Pflege-Neuerungsgesetz (PNG) heißen. Der Referentenentwurf umfasst 98 Seiten.
Was im Entwurf steht und für Sie wirklich interessant bzw. wichtig ist, erfahren Sie in meinem aktuellen Newsletter, der morgen am 14. Februar erscheint.

Wenn Sie das Thema interessiert, und sie noch nicht Abonnent sind, dann melden Sie sich jetzt unter dem nachfolgenden Link als Abonnent an!

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Neuerungen 2012

Zum Ende des Monats ist es noch legitim, wichtige Neuerungen, die zum 01.01.2012 im Bereich des Gesundheits- und Pflegewesens eingetreten sind, zu nennen:

  • Das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen der Pflegekversicherung haben sich erhöht. Die aktuellen Sätze können Sie HIER nachlesen.
  • Für chronisch Kranke ist es jetzt möglich, eine Langfristgenehmigung für Heilmittel bei ihrer Krankenkasse zu beantragen. Der Versicherte muss – nach einer Langfristgenehmigung – das vom Arzt verordnete Heilmittel nicht mehr zur Genehmigung bei der Krankenkasse vorlegen.
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Wer pflegt in Deutschland?

Die Hauptlast der häuslichen Pflege tragen in Deutschland die Frauen. Wie Sie anhand der nachfolgenden Grafik sehen können, sind 66 % der pflegenden Angehörigen Ehefrauen und Töchter.
Nur 16 % der Befragten pflegenden Angehörigen sind Ehemänner.
Aber auch Schwiegertöchter, Nachbarn, Freunde oder Bekannte werden zu den pflegenden Angehörigen gezählt. Sie machen zusammen 18 % aus.

Bildquelle: AOK-Mediendienst