Apr 30

Kurios ist der Tod einer 97jährigen Heimbewohnerin in Frankreich. Der betagten Französin ist ein handgreiflicher Streit mit einer anderen Bewohnerin des Pflegeheimes zum Verhängnis geworden.

Die 91jährige Kontrahentin blieb bei dem Streit in einem Pflegeheim im westfranzösischen Roulliac beinahe unvershert.
Der Tod der 97jährigen durch einen Herzinfarkt soll – laut Autopsiebericht – eindeutig auf die Auseinandersetzung zurückzuführen sein.
Angreiferin war vermutlich die überlebende 91jährige, die sich eine offen Wunde am Kopf zuzog. Sie kam – allerdings nicht wegen dieser Wunde – in eine psychiatrische Klinik.

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Apr 19

Wenn Sie aus ihrer Wohnung ausziehen müssen, weil die häusliche Pflege nicht mehr ausreicht, muss es oft sehr schnell gehen. Grundsätzlich gilt für Sie die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Allerdings gibt es Ausnahmen bei Mietverhältnissen, die vor dem 01.09. 2001 abgeschlossen wurden sowie bei befristeten Mietverträgen. Die Fristen können dann – je nach Mietvertrag – länger sein.

Wenn für Sie eine kurzfristige Kündigung der Wohnung nicht möglich ist, sollten Sie mit Ihrem Vermieter einen Mietaufhebungsvertrag vereinbaren. Damit regeln Sie das Ende des Mietverhältnisses. Lässt sich Ihr Vermieter darauf nicht ein, besteht notfalls auch die Möglichkeit, das Mietverhältnis gegen dessen Willen vorzeitig zu beenden. Weiterlesen »

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Feb 01

Heute setzt sich die Sendung „Beckmann“ mit dem Thema Altenpflege auseinander. Als Gäste sind geladen: Dr. Philipp Rösler (Bundesgesundheitsminister, FDP), Claus Fussek (Sozialpädagoge und Kritiker des deutschen Pflegesystems), Stephanie Flähmig und Diana Feilhauer (Altenpflegerinnen, die die Situation in einem fränkischen Pflegeheim nicht mehr mittragen wollten und mit ihren schweren Vorwürfen eine bundesweite Debatte auslösten) sowie Stefan Krastel, der für die Pflege seiner Mutter seinen Job aufgab und sich für mehr Unterstützung pflegender Angehöriger einsetzt (Näheres lesen Sie HIER) und Simone Rethel.

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit steht Dr. Philipp Rösler unter Druck, nachdem mehrerer Krankenkassen ankündigten, Zusatzbeiträge zu erheben. Weiterlesen »

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Dez 22

Das gilt zumindest für die AOK Niedersachsen. Im letzten Jahr hatte die AOK Niedersachsen mit einem Hersteller einen Exklusivvertrag geschlossen, mit dem sie die Preise bei Inkontinenzmitteln von monatlich 39,90 € pro Patient auf 25 € senken konnte.
Aber bei den Versicherten und Pflegeheimen führte dies zu heftigen Protesten. Denn es gab Lieferschwierigkeiten beim Hersteller und Qualitätsverschlechterungen.

Deshalb hat die Kasse nun eingelenkt. Ab 1. Januar 2010 können die Pflegeeinrichtungen und die Versicherten wieder selbst wählen, von wem sie ihre Inkontinenzartikel beziehen.

Kommentar: Es lohnt sich also, wenn Versicherte sich wehren und beschweren. Werden die Beschwerden der Krankenkasse zu viel, lenkt sie offensichtlich ein. Bleibt zu hoffen, dass auch andere Kassen diesem versichertenfreundlichen Beispiel folgen.

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Dez 21

Immer wieder erreichen mich Fragen, wie das neue Betreuungsgeld für Demenzerkrankte eingesetzt werden kann. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass das Betreuungsgeld nich an den Pflegebdürftigen selbst ausgezahlt werden kann. Das Geld darf bzw. kann ausschließlich für qualitätsgesicherte Betreuungsangebote eingesetzt werden. Diese Betreuungseinrichtungen rechnen dann direkt mit der Pflegekasse ab.

Das Betreuungsgeld darf auch nicht für pflegerische oder hauswirtschaftliche Leistungen z. B. eines Pflege- oder Hauswirtschaftsdienstes eingesetzt werden.

Als qualitätsgesicherte Betreuungseinrichtungen kommen folgende Angebote infrage:

  • Pflegedienste, die dieses spezielle Angebot vorhalten,
  • Tages- und Nachtpflege
  • ehrenamtliche Betreuungsdienste
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Dez 16

Es ist wichtig, dass sich das pflegerische Versorgungssystem auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einstellt. So das Ergebnis des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).

Deshalb müssen die medizinische und die pflegerische Versorgung besser miteinander verzahnt werden.
In der Versorgung von Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen bestehen immer noch Defizite. Das spiegelt sich auch in den Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) wider. Die ersten veröffentlichten Pflegenoten zum Bereich „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ zeigen, dass zwar die Hälfte der Einrichtungen gute Noten erreicht, bei immerhin einem Fünftel der Pflegeheime die Versorgung aber lediglich „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“ ist.

Grundsatzstellungnahme fordert Verbesserung in Medizin und Pflege
Optimierungsbedarf wird in der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung von Heimbewohnern gesehen. Denn nur 35 % der Heimbewohner werden fachärztlich von einem Neurologen oder Psychiater behandelt und nur 20 % erhalten eine antidementive Therapie.

Aber auch die pflegerische Versorgung in Pflegeheimen muss verbessert werden. Häufig wird an den Bedürfnissen der Menschen mit Demenz vorbeigepflegt. Die Folge sind z. B. Angst- und Unruhezustände, die die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen, sowie die anderen Bewohner und Pflegekräfte zusätzlich belasten.

Hinweis: Wie die Pflege von Demenzerkrankten im Pflegeheim gestaltet werden sollte, wurde nun von der MDK-Gemeinschaft in der Grundsatzstellungnahme „Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen“ zusammengefasst. Nähere Informationen und einen Downloadlink zur Grundsatzstellungnahme finden Sie HIER.

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Dez 02

Es gab große Aufregung in Aachen. Und sicher haben Sie es auch mitbekommen. Aus unserer hochsicheren Justizvollzugsanstalt (JVA) sind 2 Schwerverbrecher entflohen und haben Deutschland 4 Tage lang in Atem gehalten. Der Vorteil für uns Aachener war natürlich, dass die Verbrecher selten in dem Ort bleiben, in dem sie inhaftiert sind. Da wollen sie so schnell wie möglich weg. Die Ausbruchsepisode war also in Aachen selbst relativ kurz.

Aber nun wird diskutiert: Wie konnte das geschehen? Ist das Personal überlastet? Wer ist Schuld?

In der Tageszeitung las ich in diesem Zusammenhang, dass in der JVA während der Nacht für 42 Gefangene 2 Bedienstete eingesetzt werden. Und natürlich die Frage „reicht diese Besetzung aus?“.

In jedem Pflegeheim ist die nächtliche Personalausstattung schlechter. Ein Pflegeheimbewohner muss während der Nacht zwar nicht bewacht, aber ver- und umsorgt werden. Ich frage mich deshalb: Warum sind Pflegebedürftige weniger Personal „wert“, als Schwerverbrecher?

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Okt 27

Die Diakonie in Schleswig-Holstein weitet ihr Angebot für Urlaubspflege verstärkt aus. Das Diakonische Werk hat mit den diakonischen Pflegeanbietern an der Ost- und Nordsee und in weiteren Urlaubsregionen Schleswig-Holsteins ein Netzwerk aufgebaut.

Derzeit wird in Flensburg, Bad Bramstedt, Rendsburg und Husum gezielt Urlaubspflege angeboten. Das soll aber erst der Anfang sein. In den kommenden Jahren sollen die Leistungen rund um die Urlaubspflege weiter ausgebaut werden.
Die Organisation der Urlaubspflege soll für die Erholungssuchenden völlig unkompliziert sein. Die Ansprechpartner der Diakonie in Schleswig-Holstein nehmen mit den Pflegekassen und den Pflegedinesten in der Heimat der Urlauber Kontakt auf und regeln alle Formalitäten.

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Sep 30

Welches Krankenhaus ist das richtige für mich? Wo finde ich am Sonntagmorgen eine offene Apotheke? Antworten auf diese Fragen bietet die AOK mit ihrem neuen Internetauftritt „AOK-Gesundheitsnavigator“.

Die Gesundheitskasse verknüpft damit alle angebotenen Navigatoren rund um gesundheitliche Themen mit den medizinischen Datenbanken des AOK-Systems zu einer übersichtlichen und leicht zu bedienenden Informationsplattform. Sie finden dort folgende Informationen:

  • Krankenhaus-Navigator
  • Pflege-Navigator
  • Gesundheitsprojekte
  • Medizinische Datenbanken
  • Apotheken-Notfalldienste
  • Entscheidungshilfen, z. B. zu Prostatakrebs, Brusterhaltende Therapien oder Brustentfernungen, Impfung.
  • Moderierte Ratgeberforen zu den Themen Bewegung, Ernährung, alternative Heilmethoden, Pflege, Nichtrauchen und Sexualität.

Der neue Gesundheitsnavigator steht nicht nur den 24 Millionen AOK-Versicherten zur Verfügung, sondern alle Interessierten können ihn kostenfrei nutzen.

Hinweis: Zum Gesundheitsnavigator geht’s HIER.

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Sep 22

In Fachkreisen heißt es manchmal: „Die Pflegearbeit wäre gar nicht so schlimm, wenn die Angehörigen nicht wären…“ Denn nicht die Pflegebedürftigen, sondern ihre Angehörigen stellen die höchsten Erwartungen an die Pflegekräfte.

Das ist auch das wenig überraschende Ergebnis einer Fallstudie des Instituts für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum in einer noch neuen Pflegeeinrichtung in Bocholt. Im Auftrag des Betreibers befragten die Bochumer Forscher Beschäftigte und Führungskräfte nach den Anforderungen und der Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Aus den Ergebnissen leiteten sie konkrete Handlungsempfehlungen für das Qualitätsmanagement in der Pflege ab.

Aus den Ergebnissen leiteten sie konkrete Handlungsempfehlungen für das Qualitätsmanagement in der Pflege ab, z. B. geeignete Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Hinweis: Weitere Informationen zum Inhalt und Ergebnis der Fallstudie finden Sie HIER.

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