Mai 182012
 

Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf eine umfassende Auskunft über ihre in Anspruch genommenen und abgerechneten medizinischen Leistungen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden. Die Krankenakssen (GKV) und die Kassenärztliche Vereinigungen (KV) sind somit verpflichtet, ihren Versicherten die über sie gespeicherten Daten herauszugeben.

Das Urteil erfolgte bereits im Jahr 2011 anlässlich der Weigerung der KV unter Berufung auf § 305 SGB V einen Versicherten weiter, als über das letzte Geschäftsjahr über dessen medizinische Leistungen und deren Kosten zu informieren.
Nach Ansicht des Gerichts stehen die Regelungen des § 305 SGB V und die Regelungen des § 83 SGB X nebeneinander. Nach § 83 SGB X können die Betroffenen im Rahmen des Sozialdatenschutzes Auskunft über die über sie gespeicherten Daten verlangen. Dieser Anspruch wird nicht durch die Regelungen in § 305 SGB V aufgehoben, sondern die beiden Paragrafen stehen nebeneinander und müssen parallel angewendet werden. weiterlesen »

Feb 292012
 

PlusMinus hat geprüft, ob die Praxisgebühr ihren Sinn erfüllt. Eingeführt wurde sie, um den Patienten davon abzuschrecken, wegen jedes Wehwehchens gleich den Arzt aufzusuchen. Denn die Deutschen gelten mit 18 Arztbesuchen pro Kopf im Jahr  als die Weltmeister der Praxisbesuche. Doch seit Einführung der Praxisgebühr sind die Wartezimmer gar nicht leerer geworden.

Haben die Niederländer die Lösung? Dort gibt es keine Praxisgebühr und es nutzt dem Arzt, wenn der Patient gesund ist.

Schauen Sie sich dazu den Beitrag aus der Sendung PlusMinus in der Mediathek der ARD an: Klick!

Feb 162012
 

Neben der Organspende nach dem Tod, gibt es auch die Möglichkeit, als Lebender für einen nahen Angehörigen ein Organ zu spenden. Natürlich darf es nur ein Organ sein, das zum Zeitpunkt der Spende für den Spender selbst nicht lebenswichtig ist.

Eine der bekanntesten Lebendspenden ist die Nierenspende von Frank-Walter Steinmeier für seine Frau. Aber nicht nur Herr Steinmeier ist ein Lebendspender.
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Feb 132012
 

Das geplante Gesetz für die Neuerungen in der Pflegeversicherung soll Pflege-Neuerungsgesetz (PNG) heißen. Der Referentenentwurf umfasst 98 Seiten.
Was im Entwurf steht und für Sie wirklich interessant bzw. wichtig ist, erfahren Sie in meinem aktuellen Newsletter, der morgen am 14. Februar erscheint.

Wenn Sie das Thema interessiert, und sie noch nicht Abonnent sind, dann melden Sie sich jetzt unter dem nachfolgenden Link als Abonnent an!

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Jan 312012
 

Zum Ende des Monats ist es noch legitim, wichtige Neuerungen, die zum 01.01.2012 im Bereich des Gesundheits- und Pflegewesens eingetreten sind, zu nennen:

  • Das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen der Pflegekversicherung haben sich erhöht. Die aktuellen Sätze können Sie HIER nachlesen.
  • Für chronisch Kranke ist es jetzt möglich, eine Langfristgenehmigung für Heilmittel bei ihrer Krankenkasse zu beantragen. Der Versicherte muss – nach einer Langfristgenehmigung – das vom Arzt verordnete Heilmittel nicht mehr zur Genehmigung bei der Krankenkasse vorlegen.
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Mai 062011
 

Ich hatte bereits Ende April (HIER!) darüber berichtet, dass  seit dem 01.05.2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit für die sogenannten EU-8-Länder (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen) gilt.
Durch diese Regelung können Pflegebedürftige oder deren Angehörige jetzt direkt Arbeitsverträge mit osteuropäischen Haushaltshilfen und / oder Pflegekräften abschließen.
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Apr 142011
 

Ich nehme seit langer Zeit ein Schilddrüsenhormon einer bestimmten Firma. Auf dieses Präparat wurde ich mühsam eingestellt. Jetzt habe ich ein neues Rezept in der Apotheke abgegeben und bekam überraschend ein anderes Medikament, ein so genanntes “Austauschpräparat”, ausgehändigt. Das Problem war, dass meine Hausärztin vergessen hatte, auf dem Rezept ein Kreuz bei “aut idem” zu machen.

Denn nur mit dem Kreuz in diesem „aut idem“- Kästchen auf dem Rezept, muss mir der Apotheker genau das Präparat geben, das auch auf meinem Rezept steht. Ohne dieses Kreuz muss der Apotheker mir nur eine identische Wirkstoffzusammensetzung aushändigen, nicht aber genau das Produkt, das ich gewohnt bin.  weiterlesen »

Mrz 252011
 

Das Kabinett hat die von Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) vorgeschlagene Familienpflegezeit am Mittwoch gebilligt. Die Familienpflegezeit beinhaltet, dass pflegende Angehörige bis zu 2 Jahre ihre Arbeitszeit reduzieren dürfen (sollen).

Nun wird als Erfolg gefeiert, was im Endeffekt eigentlich gar nichts ist!
Tatsächlich ist es so, dass der “Rechtsanspruch” nur für Mitarbeiter in den Firmen besteht, in denen der Arbeitgeber sich freiwillig dazu verpflichtet
Eigentlich schon ein Widerspruch in sich… Wie blöd ist das eigentlich? Und welcher Arbeitgeber wird denn das von Frau Schröder entwickelte “Spiel” mitspielen?
Es geht darum, dass

  • Beschäftigte zur Pflege eines Angehörigen ihre Arbeitszeit maximal 2 Jahre auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren können. weiterlesen »
Jan 242011
 

Das Jahr 2011 ist das Jahr der freigegebenen Zusatzbeiträge – zumindest wurde es 2010 von unserer Regierung so beschlossen.

Das heißt, dass die Krankenkassen erstmalig unbegrenzte Zusatzbeiträge erheben dürfen. Alle gesetzlich Versicherten müssen diese Beiträge dann an ihre Krankenkasse zahlen.

Bedürftige bzw. finanziell schwache Versicherte erhalten eine Erstattung. Allerdings wird nur ein Betrag bis zum so genannten durchschnittlichen Zusatzbeitrag ausgeglichen. Diese Erstattung nennt sich Sozialausgleich und wird aus unseren Steuern finanziert.

Das ist der Hintergrund
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