Am 13.12. erhielt ich von meinem (“geliebten”) Postzusteller eine Benachrichtigung (auch Abholkarte genannt) , dass ein Brief nicht zugestellt werden konnte.
Am 14.12. fand ich mich also brav beim Hauptpostamt ein, um meine Briefsendung persönlich abzuholen. Nach der aufgezwungenen Entspannungszeit in der üblichen Warteschlange gab ich die Karte also ab. Und wartete abermals. Sehr lange, was mich schon nichts Gutes vermuten ließ.
Dann kam der Dienstleistungsbeauftragte der Post, um mir mitzuteilen, dass die Sendung nicht auffindbar sei. Wir vereinbarten – mittels nachdrücklicher Aufforderung meinerseits – dass der Brief erneut zugestellt werden solle, wenn er denn gefunden wurde.
Ins Büro zurück gekehrt, klingelte bereits mein Telefon. Anrufer war die Post: Man habe die Sendung jetzt gefunden, ob ich diese abholen wolle, oder sie noch einmal zugestellt werden soll.
Ich beharrte auf erneuter Zustellung, da ich an meinem eigenen Briefkasten noch nie Schlange stehen musste und wusste, dass ich in den nächsten Tagen zur Zustellzeit auch im Büro sein würde.
Heute erhielt ich dann folgende E-Mail:
Das Päckchen ist als “nach 2 Zustellversuchen nicht zustellbar“ an den – jetzt verwirrten – Absender zurück gegangen. Noch nicht einmal die Lagerfrist von 7 Tagen wurde eingehalten!
Mein Anruf beim Qualitätsbeauftragten “Auslieferung” der Post brachte mir die Telefonnummer des Oberzustellchefs ein, der letztlich auch nur sagte: “Da ist bei uns was schief gegangen. – Bitten Sie den Absender doch um erneute Zusendung.”
Auf meinen Kommentar, dass dieser ja dann erneut Porto zahlen müsse, meinte der durchaus freundliche Herr: “Ja, das ist natürlich ärgerlich.”
Wie kann es eigentlich sein, dass die Post etwas verbockt und dafür dann auch noch doppelt kassiert? Welches Unternehmen kann so verfahren?
Ich gönne den Postboten ja den Mindestlohn. Ich bin sogar für einen grundsätzlichen Mindestlohn für alle.
Aber dass das Dilletantenmonopol jetzt dadurch im Grunde erhalten bleibt, macht mich wirklich sauer!
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