Mrz 15

Wird es wirklich so sein, wie es auf News.de beschrieben wird? Dort wird nämlich behauptet, dass Online-Diagnosen und virtuelle Behandlungen schon bald zum Alltag gehören könnten. Grund soll eine rückläufige Arztdichte im ländlichen Raum sein.

Wenn es um chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz geht, wird die Telemedizin bereits angewendet. Schon heute werden die Werte der Patienten über elektronische Systeme gemessen und an eine Klinik gesendet. Das nennt sich dann „Tele-Monitoring“ und wird z. B. an der Charité in Berlin praktiziert. Es gibt aber auch ähnliche Projekte an anderen deutschen Kliniken.

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Jan 25

Nach einer Operation sind manche Menschen erst einmal verwirrt. Man nennt dies Delir oder Durchgangssyndrom.

Für die Patientenheißt das: Sie erkennen ihre Angehörigen nicht, sehen Dinge, die nicht da sind, z. B. weiße Mäuse, sind unruhig und verhalten sich bteilweise unvernünftig.
Dieses Phänomen betrifft fast jeden 2. Patienten über 60 Jahre. Bei jüngeren kommt es bei etwa jedem 3. Patienten vor.

Angehörige sind dann schockiert, denn dieses Delir kann sich auch noch Tage nach der Operation entwickeln. Mediziner haben dieses Problem bisher wenig beachtet. Dabei können die delirbedingten Merkstörungen und die Verwirrtheit auch chronisch werden und bis zur Demenz gehen.Wissenschaftler der Charité Berlin sind jetzt den Ursachen auf der Spur.

Hinweis: Der Beitrag zu diesem Thema wird am 26.01.2010 auf NDR um 20:15 Uhr im Rahmen der Sendung “Visite” ausgestrahlt.

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Jan 15

Die Familie ist hierzulande immer noch der wichtigste Tragpfeiler bei der Pflege von Angehörigen. Rund drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden heute zu Hause gepflegt. Betroffen sind davon etwa 1,2 Millionen Haushalte.

Die Familienmitglieder oder Freunde kümmern sich über Monate und vielfach auch über Jahre – oft rund um die Uhr – um ihre pflegebedürftigen Angehörigen. 68 % von ihnen sind neben der Pflege auch noch berufstätig. Die belastenden Auswirkungen des Pflegens können erheblich sein: Schwere Beeinträchtigungen von Gesundheit und Lebensqualität, soziale Isolation, familiäre Konflikte und finanzielle Schwierigkeiten gehören zu den bekannten Problemen pflegender Angehöriger.

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Nov 18

Telefon-Ratgeberaktion mit Experten zum Thema Altersdemenz
Donnerstag, 19. November 2009, 10 bis 16 Uhr
Kostenlose Rufnummer: 0800 – 000 55 32

Als Angehöriger eines Demenzkranken leiden Sie doppelt. Nicht nur, dass Sie es mit Ihrem Angehörigen gar nicht leicht haben, auch die Pflege- und Krankenkassekasse macht Probleme. Getreu dem Motto: „Recht haben und Recht bekommen, sind 2 Paar Schuh.“

Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen wird in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 2,2 Millionen anwachsen, 2007 waren es erst 1,1 Millionen Betroffene. Das ergab eine aktuelle Studie des Kieler Fritz-Beske-Instituts. Der Hauptgrund für den starken Anstieg ist, dass es immer mehr Hochbetagte geben wird: Die Zahl der über 80-jährigen Bundesbürger erhöht sich bis 2050 um sage und schreibe 156 %.

Darum ist das stärkste Wachstum bei Krankheiten zu verzeichnen, die vor allem für ein sehr hohes Alter typisch sind – wie eben die Demenz.

  • Kann Ihr Angehöriger auch bei ausgeprägter Erkrankung zuhause wohnen bleiben?
  • Wie können Sie entlastet werden?
  • Wie sollten Sie mit Ihrem demenzkranken Angehörigen umgehen?
  • Was müssen Sie bei der Beantragung von Pflegegeld beachten?
  • Gibt es neuartige Medikamente – und werden sie von der Kasse bezahlt?

Alle Fragen zum Thema Demenz beantworten Ihnen 4 Experten bei der Telefonaktion am Donnerstag, 19. November, von 10 bis 16 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer: 0800 – 000 55 32.

Die 4 Experten am Telefon sind:

  • Hans-Jürgen Boldt, Berlin. Niedergelassener Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie und Psychoanalyse. Einer der  Behandlungs- und Diagnoseschwerpunkte ist die Demenz.
  • Heike Bohnes, Aachen. Staatlich anerkannte Altenpflegerin, Diplom-Sozialarbeiterin und geprüfte und unabhängige Sachverständige für Pflege. Chefredakteurin der Informationsdienste “Demenz – Pflege und Betreuung zuhause” und “Stationäre Pflege aktuell”.
  • Susanne Besold, Nürnberg, Expertin für Zusatzversicherungen bei den KarstadtQuelle Versicherungen.
  • Ursula Burkert, Köln. Diplom-Psychologin, Psychoanalytikerin in freier Praxis. Behandelt in ihrer Praxis auch ältere Menschen mit demenziellen Erkrankungen und hat mehrere Jahre demenziell Erkrankte auf der gerontologischen Station einer Klinik konsiliarisch mitbetreut.
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Aug 26

Stefan Krastel aus Kehl in Baden-Württemberg hat sich dazu entschieden, seine Mutter zu Hause zu pflegen. Er verlor dadurch sein Auto, seine Ersparnisse wie zum Beispiel die Lebensversicherung und nun auch fast das Haus. Schon seit Jahren kämpft er bei den Behörden um mehr Geld und Unterstützung, jedoch rechtlich gesehen gibt es keinen Ausweg aus der existenziellen Katastrophe.

Mit seinem Fußmarsch nach Berlin will Stefan Krastel auf die Misere aufmerksam machen, in der sich viele pflegende Angehörige befinden: Sie geben einen Großteil bis hin zu ihrem gesamten eigenen Leben auf, um sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern. Gedankt wird ihnen dieses Engagement mit weiteren Problemen:
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Aug 20

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts (LG) Berlin hat eine Mutter vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Die Mutter hatte ihren Sohn durch die Gabe von Medikamenten und die Öffnung seiner Pulsadern getötet. Vorher hatte sie selbst Medikamente genommen und versucht, sich die Pulsadern zu öffnen, weil sie keinen Ausweg mehr sah.

Eine Verurteilung schied nach Ansicht des Gerichts aus, weil die Mutter zum Tatzeitpunkt unter einer schweren Depression gelitten habe. Ihre Schuldfähigkeit sei bei Begehung der Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgehoben gewesen.
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Mai 18

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat die Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen als Vollversicherung vorgeschlagen. Nach seiner Idee sollen die gesetzlichen Krankenkassen nur noch die nötigsten Leistungen gewährleisten. Alles andere würde zur Privatsache, z. B. über eine private Zusatzversicherung.

Wie eine solche Grundversorgung, also was die nötigsten Leistungen sind, aussieht, soll nach dem Vorschlag Hoppes ein „Gesundheitsrat“ mit Ärzten, Ethikern, Juristen und Patientenvertretern festlegen.

Die Abstufung der Wichtigkeit soll nach Hoppe in 3 Stufen erfolgen. Nach diesem Konzept hätten lebensbedrohliche Krankheiten die oberste Wichtigkeit – die „Wunschmedizin“ die niedrigste.

Diagnosen wie Schlaganfall oder eine fortschreitende Tumorerkrankung sollen sofort und auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse behandelt werden. Stufe 2 wäre dann z. B. das Einsetzen künstlicher Gelenke, wenn die Schmerzen durch Medikamente beherrscht werden können.
Um Wunschmedizin handelt es sich laut Hoppe, wenn man z. B. beim Essen von Speisen und Getränken keine Abstriche macht, und dann Medikamente braucht, um die Magenschleimhaut zu beruhigen. Patienten sollen das selbst bezahlen oder auf Alkohol und fettes Essen verzichten. Damit gehören z. B. auch Cholesterinsenker zur Wunschmedizin. Bei zu hohen Cholesterinwerten, könne man auch eine Diät machen – Medikamente seien nur in Ausnahmefällen nötig.

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Jul 31

Die üblichen Pflegeheime und Kurzzeitpflegeeinrichtungen sind für die Pflege und Betreuung von behinderten Kindern in der Regel nicht geeignet. Deshalb konnte der Anspruch auf Kurzzeitpflege bisher von pflegebedürftigen behinderten Kindern kaum genutzt werden.

Mit der Pflegereform wurde, im Interesse pflegebedürftiger behinderter Kinder und ihrer Familien, ein neuer Anspruch auf Kurzzeitpflege eingeführt:

Pflegebedürftige behinderte Kinder unter 18 Jahren können jetzt die Kurzzeitpflege auch in von den Pflegekassen nicht zugelassenen, aber dennoch geeigneten Einrichtungen nutzen, z. B. in Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen.

Familien hatten bisher zur Entlastung im häuslichen Bereich den Anspruch auf Verhinderungspflege. Jetzt besteht zusätzlich der Anspruch auf Kurzzeitpflege.

Den pflegebedürftigen behinderten Kindern und ihren Familien wird damit eine neue Finanzierungsmöglichkeit eröffnet, damit sie z. B. Betreuungsplätze, die von Behindertenwohnheimen in den Ferien angeboten werden, nutzen können.
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Jun 10

Die ersten Pflegestützpunkte sind an den Start gegangen. Wie die Bundesregierung mitteilte, sind die Modell-Pflegestützpunkte in:

  • Moers,
  • Mönchengladbach,
  • Flensburg,
  • Nürnberg,
  • Hannover,
  • St. Wendel,
  • Ingelheim und
  • Hettstedt.

Sie erhalten eine Anschubfinanzierung von je 30.000 €.

Acht weitere Pflegestützpunkte können demnächst mit einem Bescheid über die Finanzspritze rechnen. Diese sind dann in:

  • Denkendorf,
  • Berlin,
  • Erkner,
  • Hamburg,
  • im Kreis Marburg-Biedenkopf,
  • Wismar,
  • Plauen und
  • Jena.

Die Auswahl der Stützpunkte erfolgte in Abstimmung mit den jeweiligen Bundesländern und den Krankenkassen.

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Feb 21

Der von der Evangelischen Fachhochschule Berlin in Kooperation mit IQ – Innovative Qualifikation in der Altenpflege GmbH veranstaltete Kongress widmete sich dem Thema “Auswirkungen der Pflegereform auf die Pflege und Betreuung alter Menschen“.

Er wendet sich mit einem entschiedenen Appell an die Öffentlichkeit: Das Konzept der Pflegestützpunkte, soll im Sinne von mehr Transparenz sowie einer verbesserten Vernetzung und Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure der Pflegebranche überarbeitet werden.

Experten aus Politik und Gesundheitswirtschaft forderten darüber hinaus eine Anpassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit sowie eine umfassende Reform der Versorgungsstrukturen.

Eine kontroverse Debatte entwickelte sich zum Thema Pflegestützpunkte. Kritik an dem jetzigen Modell wurde zum einen wegen der Frequentierung der Pflegestützpunkte geübt: Auf eine Einrichtung kämen rund 20.000 potenzielle Kunden. Zum anderen wurde die Ausbildung der Pflegeberater diskutiert.

Eine adäquate Betreuung könne nur dann geboten werden, wenn die Berater über umfangreiches Wissen – von der Pflegeversicherung bis hin zu sozialpädagogischen Inhalten – verfügten. Diesem Anspruch gerecht zu werden, sei nicht möglich. Vielmehr sollten die vorhandenen Potenziale vernetzt und gebündelt werden.

Einig war man sich bezüglich der Transparenzoffensive. Eine Veröffentlichung von kundenorientierten Qualitätsberichten der Pflegeeinrichtungen sei wichtig für eine Verbesserung der Pflegequalität.

Zudem sei der Aufbau von Netzwerken in der Pflegebranche wichtig für eine qualitative Pflege. Wenn pflegebedürftige ältere Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen in allen Lebensphasen angemessen betreut werden sollen, müsse es eine Kooperation zwischen den verschiedenen Anbietern von Pflegeleistungen sowie medizinischer Betreuung geben.

Quelle: www.businessnetwork-berlin.com

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