Nov 03

Welche Konsequenzen wird es haben, wenn unsere Pflegeversicherung in ein kapitalgedecktes und prämienfinanziertes System umgewandelt wird?

Mit dem Prämiensystem wird in eine Finanzierung von der solidarischen zur einseitigen Finanzierung zu Lasten des Versicherten gewechselt. Egal ob Rentner oder Niedrigverdiener: Sie müssten für ihre Pflege ansparen. Die Arbeitgeber würden aus ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung entlassen.

Die Pflege würde aus dem angesparten Kapitalstock finanziert. Damit hinge Pflege in Zukunft vom Einkommen des Einzelnen ab. Ein völliger Gegensatz zur derzeitigen Regelung, bei der jeder – unabhängig von seinem Einkommen – die gleichen Pflegeleistungen beanspruchen kann.

Meine Meinung: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität – im Bereich der Pflege genauso, wie im Bereich der Gesundheitsversorgung.

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Okt 23

Bei allem, was ich momentan bzgl. der Vorhaben der neuen Koalition höre und lese, stehen mir die Haare zu Berge. Da wäre z. B.:

  • Abschaffung der Praxisgebühr: stattdessen soll nun bei jedem Arztbesuch im einstelligen €-Bereich zugezahlt werden.
  • Honorarreform der Ärzte: obwohl sich gezeigt hat, dass die Ärzte auf hohem Niveau jammerten (s. HIER), soll die Honorarreform “nachgebessert” werden. – wen wundert es, wenn eine Ärztin Gesundheitsministerin werden soll?
  • Privatisierung der Pflegeversicherung: die Last der Beiträge soll damit hauptsächlich auf die Arbeitnehmer verlagert werden, während die Arbeitgeber aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Das könnte der Beginn einer Abkehr von unserem Solidarsystem sein. Mit der Folge: Wer hat, bekommt, wer nichts hat, wird dann 2. Klasse versorgt?
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Aug 15

Zum 01.07.2008 ist nicht nur das Pflegeweiterentwicklungsgesetz in Kraft getreten. Auch das Rechtsdienstleistungsgesetz ist zu diesem Datum an den Start gegangen.

Nun hatte ich seit dem 15.10.2007 eine Erlaubnis als „Rentenberaterin auf dem Fachgebiet der gesetzlichen Pflegeversicherung” nach dem Rechtsberatungsgesetz. Mit dieser Erlaubnis darf ich auch als Nicht-Juristin Rechtsberatung im Bereich der Pflegeversicherung durchführen.

Wegen des neuen Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) blieb es mir aber nicht erspart, zum 01.07.2008 einen erneuten Antrag zu stellen. Diesmal musste ich die Registrierung nach dem RDG im Rechtsdienstleistungsregister beantragen. Andernfalls wäre meine Erlaubnis zum 31.12.2008 erloschen.

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Jul 15

Ein Großteil meiner Beratung im Bereich der Pflegeeinstufung betrifft die Fehleinstufung von Demenzerkrankten. Haben die Angehörigen erst einmal ihren Weg zu mir gefunden, gelingt es mir regelmäßig, sie zu verblüffen.

In der Regel ist es so, dass ich – wird mir ein Gutachten des MDK vorgelegt – meinen Kunden relativ schnell ihre häusliche Pflegesituation beschreiben kann.

Spreche ich dann mit den pflegenden Angehörigen über konkrete Verhaltenweisen ihres dementen Angehörigen, die nicht im Gutachten aufgeführt sind, können sie ihr Staunen kaum verbergen.
Nicht selten höre ich den Satz: “Das ist ja, als würden Sie meine Mutter persönlich kennen! – Dabei haben Sie sie noch gar nicht gesehen.”

Warum ist das so? Bin ich eine Hellseherin?
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Jun 06

Wenn Ihr Angehöriger aufgrund einer Demenz eine eingeschränkte Alltagskompetenz hat, hat er ab dem 01.07.08 – unabhängig von der Anerkennung einer PflegestufeAnspruch auf Betreuungsgeld von der Pflegekasse.


Je nach Ausprägung der Demenz besteht ein Anspruch auf 1200 bzw. 2400 € im Jahr.

Um an dieses Geld zu gelangen, müssen Sie oder Ihr Angehöriger einen Antrag bei ihrer Pflegekasse stellen. Die Pflegekasse entscheidet dann zusammen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) über den Antrag.

Wenn es schon ein Gutachten des MDK gibt, kann dies ausreichen. Ist das nicht der Fall, kommt ein Gutachter des MDK zum Betroffenen nach Hause, um festzustellen, wie groß der Betreuungsbedarf ist.

Ob ein „erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf“ vorliegt, wird anhand eines Kriterienkatalogs bestimmt. Darin sind 13 Einzelaspekte wie z. B.

  • Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs,
  • Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen oder
  • tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation

in 2 Bereiche zusammengefasst.
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Apr 23

Im November 2008 findet in Esslingen am Neckar die Veranstaltung „AUFBRUCH – Gemeinsam für demenzfreundliche Kommunen“ statt. Das Thema Demenz soll aus einer zivilgesellschaftlichen Perspektive betrachtet werden.
Mit dieser Veranstaltung wird im Bereich Demenz Neuland betreten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf: www.aktion-demenz.de.
Die aktuelle Vorankündigung können Sie
HIER einsehen.

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Jan 21

 

 

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Auftrag, im Abstand von 3 Jahren einen Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung vorzulegen. Der jetzt vorgelegte 4. Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherungenthält einen Überblick und Detailinformationen über die Pflegeversicherung in den Jahren 2004 bis 2006. Er wurde am 16.01. vom Kabinett in Berlin gebilligt.
Inhalte sind z. B. die Zahl der Leistungsbezieher, die Auswirkungen der Pflegeversicherung auf die Pflegeinfrastruktur und andere Bereiche der pflegerischen Versorgung und Betreuung. Bundestag und Bundesrat müssen dem Bericht zustimmen.

Seit dem Start der Pflegeversicherung ist die Zahl der Leistungsempfänger stetig gestiegen. Mittlerweile erhalten 2,1 Millionen Menschen Leistungen, 100.000 mehr als noch im Jahr 2004.

Im Bereich der stationären Leistungen stieg der Anteil der Pflegebedürftigen auf mehr als 7 % auf rund 700 000 an. Das geht aus dem „4. Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung“ hervor, der am Mittwoch vom Kabinett in Berlin gebilligt wurde.

Der Anteil von nur leicht Pflegebedürftigen, die einen Antrag stellen, sei ebenfalls gestiegen.

Der erwartete starke Anstieg der Zahl älterer Menschen werde zu deutlich mehr Pflegebedürftigen führen, heißt es in dem Bericht. Nachdem zum Start der geplanten Pflegereform am 1. Juli 2008 der Pflegebeitragssatz von 1,7 auf 1,95 % wachsen soll, könnte der Satz laut Pflegebericht deshalb auf rund 2,5 % im Jahr 2050 steigen.

Die Pflegreform soll Heimplätze langfristig verringern
Mit der Pflegereform will die Regierung erklärtermaßen das Prinzip „ambulant vor stationär“ stärken. Deshalb sollen die Leistungen im ambulanten Bereich schrittweise angehoben werden. Wer im Heim versorgt wird, erhält bisher deutlich höhere Leistungen als die daheim betreuten Pflegefälle. Das soll sich ändern.

Siehe hierzu auch: Die Eckpunkte der Pflegeversicherungsreform

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Okt 02

Von meinem Antrag, als Nichtjuristen für die Rechtsberatung im Fachgebiet des SGB XI zugelassen zu werden, habe ich Ihnen hier schon berichtet. Jetzt geht es weiter:

Nachdem der Präsident des Landessozialgerichts NW dem Präsidenten des Landgerichts mitgeteilt hat, dass ich gemäß der Sachkundeprüfung befähigt bin, die Rechtsberatung im Bereich des SGB XI durchzuführen, hat der Landgerichtspräsident sich wieder gemeldet:

Er wäre also jetzt bereit, mir die Erlaubnis zu erteilen, wenn ich noch eine spezielle Vermögensschadenhaftpflichtversicherung über mindestens 250.000 € nachweise (einen so großen Schaden kann ich im SGB XI eigentlich gar nicht verursachen…) und eine Verwaltungsgebühr zahle.

Habe also meinen Versicherungsmakler glücklich gemacht und die 3. spezielle Vermögensschadenhaftpflicht abgeschlossen (habe schon eine für Sachverständige und für gesetzliche Betreuer – jetzt auch noch für Rentenberater…). In Kürze erhalte ich die Police und werde sie dem Landgerichtspräsidenten schicken. Dann wird noch die Bearbeitungsgebühr von meinem Konto auf das Konto der Gerichtskasse umgebucht und alles müsste geschafft sein.

Es sei denn, nun ja, vielleicht fällt dem Herrn ja doch noch was ein……
Was lange währt, wird jetzt endlich!

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Aug 15

Die Idee ist nicht neu und auch in Deutschland wird kräftig geforscht: Pflege- und Therapieroboter sollen Pflegekräfte entlasten und vielleicht auch einmal ersetzen.

Auf den Seiten des ZDF können Sie sich online einen Bericht über die neuesten Roboterentwicklungen in Japan – dem Vorreiterland in diesem Bereich – ansehen.

Die therapeutischen und menschenähnlichen Roboter sind Japans Antwort auf die Überalterung der Gesellschaft. Die japanischen Elektronikkonzerne wollen bis 2015 mehr als zwei Milliarden Euro verdienen.

Klicken Sie HIER, um zum Film zu kommen. Auf der sich öffnenden Seite klicken Sie auf Start und das Video startet dann – je nach Internetverbindung nach kurzer oder etwas längerer Wartezeit – automatisch.

Ein weiterer interessanter Film ist “Roboteranzug statt Rollstuhl”. (Der Film des ZDF ist leider nicht mehr online.)

Was halten Sie von Robotern in der Pflege? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

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