Apr 252012
 

Gestern, am 24.04. hat der Deutsche Ethikrat die Stellungnahme „Demenz und Selbstbestimmung“ veröffentlicht. Demenz wird vom Ethikrat als „große gesundheits- und sozialpolitische Herausforderung der Gegenwart“ gesehen. Demenzkranke haben trotz ihrer geistigen Einschränkungen zahlreiche verbliebene Fähigkeiten. Diese müssen, so die Forderung des Deutschen Ethikrats, bewahrt und gefördert werden.

Heike von Lützau-Hohlbein, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) begrüßt es, dass der Deutsche Ethikrat in der Stellungnahme auch betont, dass die Demenzerkrankung nicht ausschließlich unter medizinischen und pflegerischen Aspekten gesehen werden darf. Auch Menschen mit Demenz haben ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft. Der Ethikrat unterstützt auch den von der DAlzG geforderten Nationalen Demenzplan.

Frau von Lützau-Hohlbein hofft, dass alle Bundestagsabgeordneten die Stellungnahme des Ethikrates gelesen haben, wenn sie über die Pflegereform debattieren werden.
Ich bin überzeugt, alle die sich etwas mit der Materie auskennen, wie zum Beispiel die pflegenden Angehörigen von Demenzerkrankten, schließen sich dieser Hoffnung an.

Hinweis: Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates kann unter dem nachfolgenden Link als “elektronische Vorabversion” heruntergeladen werden: Klick!


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