Beratung bei Pflegebedürftigkeit und Hilfe im Widerspruchsverfahren

Praxis-Tipp: Widerspruch bei der Ablehnung des Hausnotrufsystems

RechtEin Hausnotrufsystem unterstützt Menschen, die nicht mehr mit dem Telefon umgehen können, auf Knopfdruck Hilfe zu rufen. Dieses Hilfsmittel wird allerdings nicht von der Krankenkasse bezahlt. In bestimmten Fällen übernimmt jedoch die Pflegekasse die Kosten eines Hausnotrufgerätes.

Anspruch auf ein Hausnotrufsystem als technisches Pflegehilfsmittel haben Sie, wenn Sie
  • als pflegebedürftig nach SGB XI anerkannt sind, also eine Pflegestufe haben,
  • als Pflegebedürftiger alleine leben und
  • mit handelsüblichen Telefonen keinen Hilferuf absetzen können und
  • jederzeit eine „lebensbedrohliche Verschlechterung Ihres Zustandes“ eintrreten kann.
  • Zudem muss der Anbieter des Hausnotrufsystems von der Pflegeversicherung anerkannt sein.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen. Diese kann dann den MDK beauftragen, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Bewilligung erfüllt sind. Ist dies der Fall, übernimmt die Pflegekasse die monatlichen Mietkosten sowie die einmalige Installationsgebühr. Dabei erstattet die Pflegekasse die Kosten direkt an den Hausnotruf-Anbieter.

Wenn Sie einen Antrag auf die Kostenübernahme eines Hausnotrufsystems gestellt haben und Ihre Pflegekasse diesen ablehnt, ist die Ablehnung ein so genannter Verwaltungsakt (Bescheid). Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von einem Monat Widerspruch einlegen.
Zumeist erfolgt die Ablehnung des Hausnotrufgerätes, weil mindestens eine Person mit im Haushalt lebt, die im Notfall Hilfe holen könnte. Dann ist es wichtig, warum diese Person nicht geeignet ist, im Notfall zu handeln, etwa weil sie berufstätig ist oder selbst erkrankt.

Tipp: Das Widerspruchsverfahren unterscheidet sich kaum von dem gegen eine Pflegestufe. Allerdings ist die Begründung einfacher. Wie Sie das Widerspruchsverfahren am besten durchführen, können Sie hier nachlesen: Klick!

Wenn Sie Fragen zum Widerspruch, zur Pflegeeinstufung, zur Organisation der häuslichen Pflege, zum Umgang mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen, zu Ihrer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder anderen pflegerelevanten Themen haben, kann ich Ihnen bestimmt helfen. Ich berate Sie professionell und kostengünstig.
Also, sprechen Sie mich bitte an!

1 Kommentar

  1. Gerda Gerda
    25. März 2015    

    Hätte ich mal früher wissen müssen

No Pings Yet

  1. So bekommen Sie Ihr Hausnotrufsystem on 29. März 2015 at 13:45

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