Beratung bei Pflegebedürftigkeit und Hilfe im Widerspruchsverfahren

Praxis-Tipp: Mit Ekelgefühlen in der Pflege umgehen

PraxisTippKennen Sie Situationen bei der Pflege Ihres Angehörigen, die bei Ihnen Ekel hervorrufen? Das ist nichts Ungewöhnliches, denn Pflege ist ein sehr intimer Vorgang. Sie sind dabei, wenn Ihr Angehöriger die Toilette benutzt und helfen ihm, sich auf die Toilette zu setzen und wieder davon aufzustehen. Sie unterstützen ihn beim Reinigen nach dem Stuhlgang oder führen die Pflege im Intimbereich durch. Wenn er spucken oder sich übergeben muss, sind Sie auch dabei.

Der pflegerische Kontakt zu Ihrem Angehörigen geht oft über die Intimität hinaus, die Sie in einer sexuellen Beziehung miteinander haben.
In dieser Situation müssen Sie herausfinden, wie Sie mit diesen – für beide Seiten – zum Teil peinlichen und schamverletzenden Situationen umgehen sollen.

Ekelgefühle schützen Sie auch

Die extreme körperliche Nähe und der häufige Umgang mit Körperflüssigkeiten Ihres Angehörigen lösen bei Ihnen Ekel als Gegenreaktion aus, was vollkommen natürlich ist. Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass Sie sich an Ekelgefühle in der Pflege gewöhnen könnten. Das stimmt meiner Erfahrung nach nur teilweise. Die Ekelgefühle sind zu Beginn der ungewohnten Pflegetätigkeiten oft sehr stark und schwächen sich mit zunehmender „Routine“ ab. Das Gefühl von zu viel Nähe, Abscheu und Ekel können es dem Pflegenden erschweren, eine gesunde Nähe zum Angehörigen zuzulassen oder beizubehalten.

So können Ekelgefühle abgebaut werden

  • Handschuhe sind eine der wichtigsten Hilfen im Umgang mit pflegenden Tätigkeiten. Sie dienen nicht nur zu Ihrem eigenen Schutz, sondern schützen auch Ihren Angehörigen. Denn der Handschuh stellt eine Grenze dar, zwischen Ihnen und dem was Sie berühren. So hat er nicht nur eine hygienische Funktion in körperlicher sondern auch in psychischer Hinsicht.
  • Das Tragen eines Schutzkittels hilft Ihnen, Ekelgefühle zu umgehen. Nässe und Verschmutzung kommt nicht so „nah“ an Sie heran. Wenn Sie einen Schutzkittel tragen, zeigen Sie Ihrem Angehörigen auch, dass die pflegerische „Grenzüberschreitung“ eine andere Bedeutung hat, als persönliche Nähe. Zudem können Sie den Schutzkittel problemlos ablegen und bei Bedarf getrennt von Ihrer anderen Kleidung waschen.
  • Lassen Sie einen Pflegedienst die pflegerischen Handlungen übernehmen, die Ihnen besonders unangenehm sind. Grenzüberschreitungen durch die Pflege und Ekelsituationen treten besonders häufig im Rahmen der Körperpflege auf. Wenn Sie sich während der Durchführung oder Hilfestellung bei der Körperpflege Ihres Angehörigen besonders unwohl fühlen, beauftragen Sie einen Pflegedienst damit.

Wenn Sie Fragen zum Widerspruch, zur Pflegeeinstufung, zur Organisation der häuslichen Pflege, zum Umgang mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen, zu Ihrer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder anderen pflegerelevanten Themen haben, kann ich Ihnen bestimmt helfen. Ich berate Sie professionell und kostengünstig.
Also, sprechen Sie mich bitte an!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Der schnelle Kontakt

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie mich unverbindlich an 0241 - 8 87 42 64 oder schreiben Sie mir Ihre Anfrage über das Kontaktformular

Archiv

Statistik

  • 755554Besucher gesamt:
  • 126Besucher heute:
  • 322Besucher gestern:
  • 7Besucher momentan online:

Werbung