Beratung bei Pflegebedürftigkeit und Hilfe im Widerspruchsverfahren

Praxis-Tipp: Legen Sie regelmäßig einen Wohlfühltag ein

bettWenn Sie einen Angehörigen zuhause pflegen, sollten Sie sich regelmäßig die Zeit für einen Wohlfühltag nehmen, denn Ihr Alltag ist ganz schön anstrengend.
Nur wenn Sie ausgeruht sind, können Sie den anstrengenden Pflegesituationen mit Ihrem Angehörigen gelassen begegnen. Legen Sie deshalb einen Tag in der Woche fest, an dem Sie sich Ihrer Entspannung widmen.
Während ich dies schreibe, sehe ich Ihren Aufschrei vor meinem geistigen Auge: „Ein ganzer Tag? Und was wird aus meinem Angehörigen? – Das geht doch gar nicht!“

Gut, Sie mögen Recht haben. Um Ihre Seele einmal aufzutanken können aber auch schon 2 bis 3 Stunden in der Woche reichen. Diese Wohlfühlzeit ist in jedem Fall besser, als wenn Sie Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr „durchpowern“. Eine Möglichkeit sich eine „Auszeit“ von der Pflege zu nehmen, bietet Ihnen das zusätzliche Betreuungsgeld.

Richten Sie Ihre Wohlfühlzeit in 5 Schritten ein

1. Schritt: Informieren Sie sich über Anbieter regionaler Betreuungsangebote

Rufen Sie die Pflegekasse Ihres Angehörigen an und bitten Sie um Zusendung der „Anbieterliste für niedrigschwellige Betreuungsangebote“. Die Pflegekasse muss Sie über die Anbieter in Ihrer Region, mit denen sie einen Vertrag hat, informieren. Alternativ können Sie sich aber auch im Internet informieren, z. B. hier.

2. Schritt: Kontaktieren Sie infrage kommenden Anbieter

Anhand der Liste, die Ihnen zugesendet oder angezeigt wird, suchen Sie sich einen oder mehrere Anbieter heraus. Nehmen Sie zunächst telefonischen Kontakt auf und bitten Sie um ein Beratungsgespräch. Vereinbaren Sie den Gesprächstermin, wenn möglich bei Ihnen zu Hause. Dann können Sie leichter auf Besonderheiten bei Ihrem Angehörigen hinweisen.

3. Schritt: Werden Sie sich über Ihre Bedürfnisse klar

Überlegen Sie, ob Sie lieber vor- oder nachmittags ausspannen wollen. Es ist gut, wenn Sie schon beim Beratungsgespräch genau sagen können, wann Sie den Dienst in Anspruch nehmen möchten. Seien Sie dabei so konkret wie möglich, z. B. „Ich möchte längerfristig jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr eine Betreuung in Anspruch nehmen. In dieser Zeit bin ich dann auch nicht Zuhause.“

Bitten Sie darum, dass möglichst immer die gleiche Betreuungskraft oder 2 feste Kräfte im Wechsel zu Ihrem Angehörigen kommen.

Hinweis: Wenn Ihrem Angehörigen monatlich 208,00 € Betreuungsgeld zusteht, haben Sie bei einem Stundenlohn von ca. 20,00 € für eine Betreuungskraft aus dem niedrigschwelligen Bereich, die Möglichkeit den Betreuungsdienst wöchentlich 2 Stunden ohne Zuzahlung einzusetzen.

4. Schritt: Helfen Sie Ihrem Angehörigen sich an die Betreuungskraft zu gewöhnen

Während des ersten und zweiten Einsatzes der Betreuungskraft sollten Sie Zuhause bleiben und auch abrufbar sein. Dann ist es für Ihren Angehörigen leichter, sich an die neue Person zu gewöhnen. Zudem erleichtern Sie so auch der Betreuungskraft, sich auf Ihren Angehörigen und seine Besonderheiten einzustellen.

Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Angehöriger und die Betreuungskraft passen nicht zueinander, bitten Sie bei der Einsatzleitung zügig um einen Wechsel.

5. Schritt: Nehmen Sie sich Ihre Wohlfühlzeit

Genießen Sie in Ihrer persönlichen Auszeit etwa ein entspannendes Bad oder hören Sie Musik. Machen Sie einen Spaziergang durch den Park oder im Wald, treffen Sie sich mit einer Freundin in einem Café oder träumen Sie einfach nur vor sich hin. Vielleicht müssen Sie auch erst herausfinden, wie sie nach der jahrelangen Anspannung entspannen können.

Tipp: Um Ihre Wohlfühlzeit auch wirklich genießen zu können, ist es wichtig, dass Sie nicht zu viele Dinge im Kopf haben. Schreiben Sie alles, was sie belasten könnte, auf einen Zettel. Zerknüllen Sie diesen und werfen Sie ihn weg. Damit wird Ihr Kopf frei und Sie können sich entspannen.

Wenn Sie Fragen zum Widerspruch, zur Pflegeeinstufung, zur Organisation der häuslichen Pflege, zum Umgang mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen, zu Ihrer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder anderen pflegerelevanten Themen haben, kann ich Ihnen bestimmt helfen. Ich berate Sie professionell und kostengünstig.
Also, sprechen Sie mich bitte an!

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