Beratung bei Pflegebedürftigkeit und Hilfe im Widerspruchsverfahren

Das geht zu weit! Werbung indem man einen Berufsstand diskriminiert?

DaumenrunterWas sich eine Versicherung hier erlaubt hat, ist eigentlich kaum zu glauben. Auf einem Plakat ist ein kleines Mädchen abgebildet, das selbstvergessen malt. Der Werbe-Slogan darunter lautet:

Soll Ihre Tochter Altenpflegerin werden oder freie Berufswahl haben?

Auf Facebook, wo dieses Plakat von der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege als Foto gepostet wurde, hat es eine rege Diskussion ausgelöst. Es gibt zwei Verständnisarten des Slogans:

  1. Gemeint sei doch nur, dass die Eltern sich versichern sollen, damit sie nicht von ihrer Tochter gepflegt werden müssen.
  2. Es handelt sich um die Verunglimpfung des Berufsstandes AltenpflegerIn, den Eltern (aus Sicht der Versicherung) für ihre Kinder als keinesfalls erstrebenswert ansehen (sollten).

Sollte die 1. Variante die Intention der Versicherungs-Werbeleute gewesen sein, was ich zu bezweifeln wage, ist der Slogan in vielerlei Hinsicht instinktlos!

Er ist nach meinem Empfinden instinktlos gegenüber denjenigen, die den Beruf ergriffen haben, wie auch gegenüber Angehörigen, die sich entschieden haben, ein pflegebedürftiges Elternteil zu pflegen. Gerade der Beruf der Altenpflegerin / des Altenpflegers hat kein sehr gutes Ansehen in unserer Gesellschaft. Mit so einem Plakat bzw. so einem Slogan wird das nicht besser.

Egal, wie die Deutsche Familienversicherung zu diesem Slogan Stellung beziehen wird, die Werbung ist zumindest in „Pflegekreisen“ eher nach hinten los gegangen. Wäre die Intention gewesen, den Punkt 1 meiner Aufzählung zu kommunizieren, hätten die Werber auch schreiben können: „Soll Ihre Tochter Sie pflegen oder freie Berufswahl haben.“ – Dann hätte sich sicher keiner aufgeregt.

Hinweis: Wer auf Facebook angemeldet ist, kann die Kommentare auf der Facebookseite der Versicherung unter dem folgenden Link nachlesen: Klick! Oder die rege Diskussion unter diesem Link: Klick!
Und wenn Sie schon einmal bei Facebook angemeldet sind, dann freue ich mich, wenn Sie auf meiner seite „Gefällt mir“ anklicken: careKonzept bei Facebook

Wenn Sie Fragen zum Widerspruch, zur Pflegeeinstufung, zur Organisation der häuslichen Pflege, zum Umgang mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen, zu Ihrer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder anderen pflegerelevanten Themen haben, kann ich Ihnen bestimmt helfen. Ich berate Sie professionell und kostengünstig.
Also, sprechen Sie mich bitte an!

9 Kommentare

  1. herbert herbert
    12. August 2013    

    Hallo Frau Bones!
    Es ist toll das sie sich für ihren Beruf einsetzen.
    Die Werbung ist nicht toll.
    MfG Herbert G.

    • El Khalfi El Khalfi
      12. August 2013    

      Vielen Dank für Ihren Hinweis zu unserem Plakatmotiv, das wir mit sofortiger Wirkung nicht mehr ausgeben werden. Selbstverständlich ist es nicht unser Anliegen, den Beruf des Altenpflegers/der Altenpflegerin kritisch oder negativ zu bewerten. Ganz im Gegenteil: eine gute, professionelle Pflege ist für uns alle sehr wichtig und besonders wert zu schätzen.
      Mit Blick auf eine Vorsorgequote von weniger als 3 % sollte die Botschaft des Plakates sein, dass die Versorgung Pflegebedürftiger eine der größten Herausforderungen für Familien und die Gesellschaft in Deutschland sein wird. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung reicht nicht aus, um die Pflegekosten zu decken. Sorgt man nicht vor, müssen Kinder und Angehörige diese Kosten und unter Umständen auch die Pflege selbst übernehmen. Eltern sollten daher auch im Sinne ihrer Kinder Vorsorge treffen. Pflege ist daher ein Thema, mit dem wir uns intensiv beschäftigen. Sei es mit entsprechenden Vorsorgeangeboten oder mit Maßnahmen, um beruflich Pflegende zu unterstützen.
      Umso mehr bedauern wir, dass das Plakat offensichtlich weniger die Bedeutung der Pflege-Vorsorge transportiert, sondern stattdessen Anlass zu missverständlicher Deutung gegeben hat und bitten um Entschuldigung.
      Ihr DFV-Team

      • 13. August 2013    

        Hallo DFV-Team,
        danke für die Rücknahme dieses Werbeplakates und vor allem für Ihre Entschudligung!

        Auf Facebook geht die Diskussion jedoch auf der Seite des Versicherungsmaklers Bossling, dem nach eigener Aussage „das Gejammer der Altenpfleger auf die Nerven geht“, weiter. Nachzulesen hier:
        Zur Facebookseite des Maklers

  2. 15. August 2013    

    Eine absolute Frechheit wie auch wir denken. Wir haben dazu einen Beitrag/Antwort verfasst und hoffen, dass dieser ENDLCH einmal der Job des Altenpfleger ernst genommen wird.
    Vielleicht können Sie unseren Link in Ihren Beitrag mit aufnehmen? Mit über 300 Facebook Liks wird er in den Sozialen Medien heiß diskutiert – wir hoffen auch auf deine Unterstützung.

    Beste Grüße
    Alexander

    • 16. August 2013    

      Hallo Alexander,
      ich freue mich, dass wir einer Meinung sind. Ein Link zu Deiner / Ihrer Seite ist hier enthalten. Wer auf Deinen / Ihren Namen klickt, kommt direkt auf den Beitrag auf Deiner / Ihrer Seite. 😉
      Viele Grüße
      Heike

  3. 16. August 2013    
  4. 16. August 2013    
  5. [Ein neuer Kommentar im Blog!]

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  1. Es lohnt sich, sich zu wehren | Thema Pflege on 12. August 2013 at 20:34

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