pflegende Angehörige

Nov 142011
 

Nun ist 2011, das “Jahr der Pflege”, fast vorbei. Die Pflegereform wurde von Daniel Bahr, unserem Bundesgesundheitsminister, auf ein Pflegereförmchen zusammengedampft.
Es gibt eine Beitragserhöhung, die private Pflicht-Pflegezusatzversicherung ist (vernünftigerweise!) vom Tisch und wird sehr wahrscheinlich von einem “private Pflegezusatzversicherungs-Steuersparmodell” abgelöst.
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Okt 242011
 

Wenn Sie berufstätig sind und ein Ihnen naher Angehöriger wird plötzlich, etwa durch einen Schlaganfall, pflegebedürftig stecken Sie erst einmal in der Klemme. Denn um die Pflege, egal ob ambulant oder stationär, zu organisieren, benötigen Sie Zeit.
Wenn Sie wegen Ihrer Arbeit nicht wissen, woher Sie diese Zeit nehmen sollen, dann können Sie das Pflegezeitgesetz nutzen.

Welche Ansprüche Sie haben und wie Sie sich von Ihrem Arbeitgeber von der Arbeit freistellen lassen können, erfahren Sie in meinem Artikel, den Sie über  den folgenden Link erreichen: Hier klicken!

Sep 302011
 

In Bayerns Landessozialministerium verliert man offensichtlich die Geduld mit unserem Bundesgesundheitsminister und seiner Verschiebe-Pflegereform. Deshalb arbeitet man dort an einem eigenen Reformkonzept.

Das war in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 12. September 2011 und auch im „Ärzteblatt“ zu lesen. Die Informationen stammen aus einem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Schriftstück des bayrischen Landes-Sozialministeriums.

Laut der „Süddeutschen“ will die bayrische Landesregierung, die Leistungen für Behinderte, Demenzkranke und besonders schwere Pflegefälle in einem eigenen Gesetz zusammenfassen und aus Steuern finanzieren.
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Aug 162011
 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert seit September 2010 ein Projekt zur psychologischen Online-Beratung pflegender Angehöriger. Die Förderung läuft bis September 2013. Danach soll das Angebot möglichst als reguläres Angebot (also ohne Fördergelder des Bundes) weiter geführt werden.

Mit “Angehörige” sind nicht nur pflegende Familienangehörige sondern auch Freunde, Bekannte und Nachbarn, die ältere Menschen pflegen, gemeint.
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Aug 022011
 

Seit 2008 besteht für gesetzlich und privat Pflegeversicherte der Anspruch auf eine unabhängige Pflegeberatung. Vorzugsweise soll diese Beratung in so genannten Pflegestützpunkten angeboten werden.

Aber es haben noch nichtalle Bundesländer solche Pflegestützpunkte. Die Pflegekasse kommen ihrer Beratungspflicht nach § 7 SGB XI also sehr unterschiedlich nach. Ob eine Beratung durch die Mitarbeiter der Pflegekasse unabhängig ist, ist umstritten.

Damit die Motivation, Pflegestützpunkte zu errichten hoch ist und auch gleiche Voraussetzungen dafür bestehen, hat der Bund auf Antrag des jeweiligen Bundeslandes eine so genannte Anschubfinanzierung in Höhe von 45.000 € für jeden Pflegestützpunkt in Aussicht gestellt. Diese Möglichkeit ist aber zum 30.06.2011 ausgelaufen. Das heißt, seit dem 01.07.2011 gibt es für (möglicherweise) neu eröffnete Pflegestützpunkte keine finanzielle Hilfe des Bundes mehr.
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Jul 112011
 

Wenn es darum geht, wie Sie mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen am besten umgehen, dann kann Ihnen niemand ein Patentrezept geben. Aber einige Tipps können Sie für die meisten Betroffenen nutzen:

  1. Wenn Ihr Angehöriger ungern die Hilfen bei der Körperpflege zulässt, denken Sie daran, dass die Körperpflege nicht an eine bestimmte Zeit gebunden ist. Bieten Sie ihm die Hilfe mehrfach an, bis er si zulässt. So vermeiden Sie Auseinandersetzungen und Handgreiflichkeiten.
  2. Für Ihren Angehörigen ist es wichtig, dass er ausreichend Nahrung und Flüssigkeit aufnimmt. Das kann ihm Schwierigkeiten bereiten, weil ein Demenzerkrankter sein Durst- und Hungergefühl verlieren kann. Zudem kann es sein dass er besser mit vielen kleinen Mahlzeiten, Essen im Gehen und mit den Händen anstatt mit Besteck, umgehen kann. Verzichten Sie dann auf die „üblichen“ Mahlzeitenritualen, wie Sie sie kennen.
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Jul 082011
 

Wenn Ihr Angehöriger an einer dementiellen Erkrankung leidet, erleben Sie mit, wie seine geistige Leistungsfähigkeit zunehmend abbaut. Eine Demenz wird als ein „chronisch verlaufendes, erworbenes Intelligenzdefizit mit der Folge des totalen geistigen Verfalls“ definiert.

Anfangs klagen die Betroffenen über zunehmende Vergesslichkeit, depressive Verstimmung, eine allgemeine Lustlosigkeit und Schlafstörungen.

Ihnen, als Angehörigen fallen aber vielleicht schon wesentlich mehr Veränderungen auf. Das können z. B. folgende Beobachtungen sein:

  • Ihnen fallen Gedächtnisstörungen, besonders in Bezug auf das Kurzzeitgedächtnis auf.
  • Sie stellen fest, dass die geistigen Fähigkeiten und das Urteilsvermögen des Betroffenen abnimmt.
  • Ihnen fällt auf, dass sich sein Verhalten und seine Persönlichkeit verändert.
  • Sie beobachten, dass er im Umgang mit anderen Menschen ungeschickt ist und / oder seine Stimmungen nur schwer kontrollieren kann.
  • Sie bemerken, dass er unruhig ist und zunehmend verwirrt wird.
  • Sie stellen fest, dass er in der Körperhygiene nachlässt oder bereits an einer Urin- und / oder Stuhlinkontinenz leidet.

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Jun 292011
 

Obwohl typische Probleme wie Mangelernährung und Selbstgefährdung für Pflegebedürftige in der eigenen Wohnung häufiger sein sollen, als in einer Pflegeeinrichtung, kam eine 8-jährige Studie zu dem Ergebnis, dass Menschen mit Demenz in Pflegeheimen schneller sterben.

Beobachtet wurde im Rahmen der Studie der Krankheitsverlauf von 173 Demenzerkrankten aus Mecklenburg. Die Sterberate war im Beobachtungszeitraum – auch unter Berücksichtigung von Alter und der Krankheitsschwere – zu Hause halb so hoch wie im Pflegeheim.
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Apr 202011
 

Ich möchte Sie dringend auf diesen Aufruf aufmerksam machen. Denn ich bin davon überzeugt, dass die Situation von pflegenden Angehörigen, die aufgrund ihres Engagements oftmals in Armut geraten, keine ausreichende Öffentlichkeit hat. Wer, außer den Betroffenen selbst und einigen Profis, weiß schon, was es bedeutet, einen Pflegebedürftigen zuhause zu pflegen und sein eigenes Leben hintenan zu stellen?
Deshalb hier der Aufruf, den ich nach einem sehr netten, persönlichen Telefonat mit Frau Haertel unterstütze:

Für die SWR / ARD Sendung “betrifft” möchte ich einen Film darüber drehen, was wir erwachsenen Kinder tun, wenn unsere Eltern pflegebedürftig werden, bzw. nicht mehr alleine leben können. weiterlesen »

Apr 182011
 

Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg ist mit ihrer Website www.alzheimer-bw.de neu online gegangen.

Neben der optischen Überarbeitung und der inhaltlichen Erweiterung ist die Seite selbstverständlich auch barrierefrei gestaltet. Das Portal richtet sich an pflegende Angehörige, Betroffene und ehrenamtlich engagierte Menschen ebenso wie an Fachkräfte.

Die Gestaltung ist anregend und nutzerfreundlich: das heißt, Interessierte finden eine Fülle an grundsätzlichen und gut verständlichen Informationen und auch Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen rund um das Thema Alzheimer und andere Demenzerkrankungen. weiterlesen »