Pflege

Mai 222012
 

Es wundert mich immer wieder, dass nur wenige Menschen den Schritt gehen, eine Patientenverfügung abzufassen. Oft wird der Zeitfaktor angegeben, der daran hindert, eine solche Verfügung zu erstellen. Es stimmt schon, dass die Auseinandersetzung mit dem eigenen Behandlungswillen etwas Zeit benötigt, aber ich glaube nicht, dass das der wahre Grund ist, warum sich viele nicht mit ihren persönlichen Wünschen auseinander setzen. Vielfach werden Argumente ins Feld geführt, wie etwa

  • “Das soll dann meine Frau / Lebensgefährtin / mein Mann / Lebensgefährte entscheiden, wenn es so weit ist.”
  • “Es wird schon nichts passieren, da hab ich noch Zeit.”
  • “Ach, ich weiß ja gar nicht, was dann ist, wenn ich eine Entscheidung treffen muss.”
    weiterlesen »
Mai 102012
 

Gerade wenn ein Mensch mit Hilfebedarf alleine lebt, kann es sein, dass ein Notfall zu spät erkannt wird. Um dies zu vermeiden, machen sich Techniker und Ingenieure Gedanken über Hilfsmittel, mit denen eine Wohnung barrierefrei und sicher gestaltet werden kann. So kann jeder, der in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, mit der Unterstützung von Hilfsmitteln, vor den besonderen Gefährdungen wie etwa einem Sturz gut geschützt werden.

Für Betroffene und Interessierte stellt sich jedoch die Frage, welche Hilfsmittel Menschen mit Behinderung oder altersbedingten Einschränkungen angemessen unterstützen. Antworten sollen mit einer barrierefreien Modellwohnung gegeben werden, die in der Fachhochschule Frankfurt besichtigt werden kann.
weiterlesen »

Mai 072012
 

Für einen Dokumentarfilm von ARTE und MDR werden derzeit Familien gesucht, die für die Betreuung der Großeltern bzw. Eltern eine Haushaltshilfe aus Osteuropa beschäftigen möchten.

Diese Situation steht im Mittelpunkt des neuen Dokumentarfilms der Kölner Filmemacherin Christiane Büchner („pereSTROIKA – umBau einer Wohnung“), der zur Zeit für den Mitteldeutschen Rundfunk und ARTE entsteht. Christiane Büchner sucht für Ihren Film eine Familie, in deren Leben gerade Gewitterwolken aufziehen: Kinder, Arbeit und nun wird auch noch die Großmutter immer gebrechlicher. Wie soll man das alles unter einen Hut bekommen?  Wie verlässlich funktioniert der Alltag, wenn der Ernstfall eintritt?

Die eigenen Kinder sind noch nicht aus dem Gröbsten raus, da werden die Eltern plötzlich alt und betreuungsbedürftig. Der Umzug in ein Altersheim soll ihnen erspart werden. Die Eltern sollen in den eigenen vier Wänden alt werden dürfen. Aber wie geht das, wenn Sie selbst eine Familie haben und vielleicht noch berufstätig sind? Oft hat der Alltag auch vorher schon nach einem genauen Zeitplan ablaufen müssen. Und nun braucht der Vater / die Mutter plötzlich rund um die Uhr Hilfe. Stellt man jetzt das eigene Leben komplett auf den Kopf, oder das der gebrechlichen Mutter? Eine Entscheidung, vor der Viele stehen!
weiterlesen »

Apr 232012
 

Das Bundesgesundheitsminsiterium (BMG) gibt zum Theme Gesundheit und Pflege unterschiedliche Ratgeber heraus, die den einfachen Bürger ohne Fachkenntnisse umfassend informieren sollen. Im Juli 2011 wurde der “Ratgeber zur Pflege” aktualisiert. In diesem Ratgeber erfahren die Leser, alles, was sie benötigen, um sich beim Eintritt von eigener Pflegebedürftigkeit oder der Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen grundlegend über die gesetzlichen Ansprüche zu informieren.

Die kostenlose Broschüre beantwortet unter anderem Fragen zu den folgenden Themen:
weiterlesen »

Apr 202012
 

In der letzten Hart-aber-fair-Sendung vom 16.04.2012 diskutierten 5 Prominente und Fachleute über das Thema Sterben.
Domian vertrat seinen Wunsch nach aktiver Sterbehilfe, während Frau Käsmann und ein Palliativmediziner weiterhin gegen die Sterbehilfe für ein aktiv begleitetes Sterben plädierten.
weiterlesen »

Apr 182012
 

Das Bundesgeundheitsministerium bietet mit der Ausstellung “DaSein – ein neuer Blick auf die Pflege”einen Einblick in den Alltag von Pflegebedürftigen und Pflegenden. Mit den eindrucksvollen Fotos sollen die Betrachter eingeladen werden, die Pflege nicht nur als Privatsache, sondern als ein gesellschaftliches Thema wahrzunehmen.
Die Ausstellung soll zum Nachdenken und zu Diskussionen eingeladen werden.
weiterlesen »

Mrz 282012
 

Wieder einmal eine Diskussion, die wahrsacheinlich nicht viel bringt – dennoch glaube ich, dass es wichtig ist, das Thema Pflege immer wieder ins gesellschaftliche Bewusstesein zu bringen.

Anne Will diskutiert unter dem Titel “Albtraum Pflege – bleibt wieder alles an den Angehörigen hängen?”
Geklärt werden soll in der Diskussionsrunde, was sich genau durch die Pflegereform ´ändern soll und was diese Änderungen den pflegenden Angehörigen bringen wird.

Die Gäste zum Thema werden sein:

  • Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit und ansonsten als Bankkaufmann ohne besondere Qualifikation zum Thema
    weiterlesen »
Mrz 272012
 

Das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg Vorpommern hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neubrandenburg ein Hörbuch zum Persönlichen Budget erstellt. Erklärt wir in dem Hörbuch, was das Persönliche Budget ist und wie man es beantragt.

In dem Hörbuch wird für Laien leicht verständlich erklärt, wie einAntrag gestellt wird, welche Pflichten der bzw. die Leistungsträger haben und wie das Verfahren abläuft.

An sich ist die CD als barrierefreies Angebot für Sehbehinderte gedacht, damit auch sie einen leichten Zugang zu den notwendigen Informationen haben. Ich denke aber, dass gerade ein Hörbuch es vielen möglichen Antragstellern erleichtern kann, sich über das Persönliche Budget umfassend zu informieren. Zumal die gesprochen Texte auch ohne Vorkenntnisse sehr leicht nachvollziehbar sind.
weiterlesen »

Mrz 222012
 

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit einen MRSA-Ratgeber für Betroffene und deren Angehörige erarbeitet. Der Ratgeber entstand in Zusammenarbeit mit 8 Experten des Robert Koch Instituts und anderen Fachinstitutionen.

In der Broschüre wird der aktuelle Kenntnisstand im Umgang mit multiresistenten Keimen allgemeinverständlich erklärt.
weiterlesen »

Mrz 122012
 

Ich weiss nicht, was ich davon halten soll: weil viele Pflege- und Hilfskräfte, die die 24-Stunden-Pflege abdecken sollen, aus Polen kommen und (noch) kein Deutsch sprechen, bietet die Volkshochschule Verlbert Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Polnischkurse an.
Die polnischen Fach- und Hilfskräfte lernen die deutsche Sprache oft erst hier in Deutschland. Der Gesprächsbedarf ist aber gerade zu Beginn der Pflegebeziehung sehr hoch.

In dem Kurs sollen die Teilnehmer die Grundlagen der polnischen Sprache – ohne grammatikalische Regeln – erlernen. Es soll vor allem um Vokabeln aus dem Alltag, etwa Einkaufen und Waschen sowie Auskünfte zum Wohlbefinden wie Schmerzen und Müdigkeit gehen. Aber auch Themen aus dem medizinischen Bereich, etwa Medikamentenverordnung und Dosierung sollen Bestandteil des Sprachkurses sein.

Diese Idee wirft für mich Fragen auf, etwa, warum die osteuropäischen Pflegekräfte nicht die Möglichkeit erhalten, einen Sprachkurs in ihrem Heimatland zu besuchen, um dann mit wesentlichen Sprachkenntnissen ausgestattet, zum Pflegebedürftigen nach Deutschland zu kommen.  Denkbar ist auch, dass diese Kräfte einen Deutsch-Intensiv-Kurs hier in Deutschland erhalten.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob der Vorstoss der VHS Verlbert Schule machen wird.