Patientenverfügung

Jun 222012
 

Wussten Sie, dass jeder Organspender eine intensivmedizinische Behandlung über sich ergehen lassen muss?
Das heißt, Sie können nicht gleichzeitig eine Patientenverfügung verfassen, die lebensverlängernde Maßnahmen ausschließt und Organspender sein. Es gibt in diesem Fall nur eine Möglichkeit: Sie verzichten auf die Berücksichtigung Ihrer Behandlungswünsche, damit sie für eine Organspende beim Eintritt des Hirntodes am Leben gehalten werden können. Kritiker sehen jedoch Aufklärungsbedarf, wenn es darum geht, was es heißt, “hirntod zu sein”.
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Jun 132012
 

Heute lesen Sie den 2. Teil des Experteninterviews mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Putz, der ausschließlich im Medizinrecht, wie Arzthaftung und Patientenrechte am Ende des Lebens, tätig ist, präsentieren zu können. Herr Putz äßert sich nachfolgend zu den Themen Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Bestattungsvorsorge.

Lesen Sie jetzt die Fragen 6 bis 10:

6. Neben medizinischen Problemstellungen gibt es auch finanzielle Dinge, die man zu Lebzeiten regeln sollte, zum Beispiel in Sachen Bestattung und Erbschaft. Wozu raten Sie hier und wann sollte man diese Regelungen treffen?

Wolfgang Putz: Für die letzte Phase im Leben sollte man an finanzielle Regelungen durch eine Vorsorgevollmacht denken, etwa für die Vermögensverwaltung. Außerdem sollte man prüfen, ob für den Eintritt des Erbfalles Regelungen getroffen werden sollten oder die gesetzlichen Regelungen ausreichen. Grundsätzlich macht es Sinn, beispielsweise die eigene Bestattung frühzeitig nach eigenen Wünschen zu regeln und gegebenenfalls sogar im Voraus zu bezahlen.

7. Was ist eine Vorsorgevollmacht und in welchem Alter sollte sie erteilt werden?

Wolfgang Putz: Eine Vorsorgevollmacht setzt eine andere Person zum Vertreter in den Angelegenheiten ein, die in der Vorsorgevollmacht ausdrücklich erwähnt sind. Ab Vollendung des 18. Lebensjahres existiert kein gesetzlicher Vertreter mehr, daher macht die Errichtung einer Vorsorgevollmacht, etwa an die eigenen Eltern, mit Eintritt der Volljährigkeit Sinn. Zumindest im Bereich der Gesundheitssorge kann es jeden jungen Erwachsenen jederzeit treffen, sodass seine Eltern für ihn Entscheidungen treffen müssen. Die Erteilung der Vorsorgevollmacht verhindert dann die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung durch das Betreuungsgericht. Denn nach dem Willen des Gesetzgebers gehen familiäre Regelungen vor.
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Jun 122012
 

Ich freue mich, Ihnen hier den 1. Teil des folgenden Experteninterviews mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Putz, der ausschließlich im Medizinrecht, wie Arzthaftung und Patientenrechte am Ende des Lebens, tätig ist, präsentieren zu können. Herr Putz äßert sich nachfolgend zu den Themen Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Bestattungsvorsorge.

Lesen Sie jetzt die Fragen 1 bis 5:

1.   Kann man eine Patientenverfügung jederzeit ändern?

Wolfgang Putz: Man kann eine Patientenverfügung jederzeit ändern. Dazu muss man nicht einmal voll geschäftsfähig sein, es genügt die Einsichtsfähigkeit, also das Verständnis für die Tragweite einer etwaigen Abänderung.

2. Welche Rechte haben Ehepartner oder andere Angehörige, wenn jemand seinen Willen nicht mehr äußern kann und keine Patientenverfügung und keine Vorsorgevollmacht erteilt hat?

Wolfgang Putz: Ehepartner oder Kinder können einen Patienten, der seinen Willen nicht mehr äußern kann, keineswegs aufgrund ihrer Verschwägerung bzw. Verwandtschaft vertreten. Die einzige vom Gesetz vorgesehene Vertretung besteht hinsichtlich Minderjähriger durch ihre Eltern. In allen anderen Fällen muss eine Vorsorgevollmacht erteilt werden. Fehlt eine solche, muss das Betreuungsgericht beispielsweise den eigenen Ehegatten oder das eigene Kind als Betreuer einsetzen und sodann regelmäßig kontrollieren. Es kommen erhebliche Verfahrenskosten zustande. Ansonsten kann jedermann, nicht nur Ehepartner oder Kind, Zeugenaussagen über Willenserklärungen des Patienten in gesunden Tagen zu seiner Behandlung respektive zu seinen Wertvorstellungen machen.

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Mai 222012
 

Es wundert mich immer wieder, dass nur wenige Menschen den Schritt gehen, eine Patientenverfügung abzufassen. Oft wird der Zeitfaktor angegeben, der daran hindert, eine solche Verfügung zu erstellen. Es stimmt schon, dass die Auseinandersetzung mit dem eigenen Behandlungswillen etwas Zeit benötigt, aber ich glaube nicht, dass das der wahre Grund ist, warum sich viele nicht mit ihren persönlichen Wünschen auseinander setzen. Vielfach werden Argumente ins Feld geführt, wie etwa

  • “Das soll dann meine Frau / Lebensgefährtin / mein Mann / Lebensgefährte entscheiden, wenn es so weit ist.”
  • “Es wird schon nichts passieren, da hab ich noch Zeit.”
  • “Ach, ich weiß ja gar nicht, was dann ist, wenn ich eine Entscheidung treffen muss.”
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Jan 232012
 

Wir alle möchten im Fall des Falles, etwa bei einer schweren Erkrankung oder wenn wir selbst nicht mehr entscheiden können, sicher sein, dass die Dinge in unserem Sinne geregelt werden.
Trotzdem nehmen sich die wenigsten Zeit, ihre Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder eine Organspende individuell zu verfügen. Genutzt werden  stattdessen “schnelle” unpersönliche Vordrucke.

Ein paar Kreuzchen machen, Datum eintragen, Unterschrift – fertig! Dabei geht es um so wichtige Themen! Nehmen Sie sich die Zeit, ihre Wünsche zu konkretisieren, indem Sie sie auch formulieren.
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Jan 092012
 

Mit dieser Frage befasse ich mich in meinem Januar-Newsletter, der morgen erscheint.

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Dez 142011
 

Ab dem Jahr 2012 sollen wir – entweder von der Krankenversicherung oder dem Einwohnermeldeamt – wenigstens einmal im Jahr gefragt werden, ob wir Organspender sein möchten.

Wie auch immer sich jeder Einzelne von uns dann entscheiden wird, in jedem Fall muss er zu seiner Entscheidung stehen. Denn sie wird irgendwo – entweder auf der Krankenversichertenkarte oder im Personalausweis – vermerkt.
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Aug 052011
 

Im Notfall ist es wichtig, dass man alle Daten beisammen – griffbereit hat. Vor allem dann, wenn man selbst nicht mehr handeln kann, weil man beispielsweise krank ist.

Zumeist liegen die wichtigen Papiere in unterschiedlichen Ordnern. Wenn sie benötigt werden muss man sie dann “zusammen suchen”. Was einem selbst vielleicht noch leicht fällt, ist für einen “Helfer in der Not” schon schwieriger – insbesondere dann, wenn man selbst eventuell nicht ansprechbar ist.

Mit der Notfallmappe organisiseren Sie Ihre Unterlagen so, dass auch ein Fremder einen schnellen Überblick hat. Natürlich ist die Erstellung mit etwas Arbeit verbunden.
Denn Sie haben auf 36 Seiten die Möglichkeit, Ihre Angaben zu machen. Allerdings müssen Sie natürlich nur das ausfüllen, was bei Ihnen zutrifft bzw. was Sie regeln möchten. Es müssen also nicht zwingend die kompletten 36 Seiten sein.
Insgesamt lohnt sich diese Arbeit nicht nur für Sie sondern auch für Ihre Angehörigen. Denn im Notfall liegt alles bereit.
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Jul 052011
 

Seit 2 Jahren haben wir nun das so genannte Patientenverfügungsgesetz (§ 1901 a BGB). Aber – und das stelle ich in meiner täglichen Beratung fest – die meisten Menschen haben weder Ahnung vom Gesetz noch von der Patientenverfügung an sich.

Da wundert es mich nicht, dass die meisten Patientenverfügungen nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und deshalb lediglich zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens nutzen.
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Jan 212011
 

Nach der aktuellen Gesetzgebung müssen die Wünsche in einer Patientenverfügung von Ärzten, gesetzlichen Betreuern und Pflegepersonal beachtet werden. Im Rahmen einer Telefonaktion haben Experten Informationen zur Patientenverfügung gegeben. In dem folgenden Video erhalten Sie einen interessanten Überblick zum Thema.

Tipp: Unter dem folgenden Link können Sie weitere Videos, die einzelne Fragen zum Thema beantworten, ansehen: Ratgeberzentrale.