Nun werde ich sozusagen “aus dem Nähkästchen plaudern”. Denn ich gestehe: Ich benötige medizinische Einlagen für meine Schuhe.
Leider habe ich einen neuen orthopädischen Schuhmacher, da mein alter aus Aachen weg gegangen ist. Vor einigen Tagen brachte ich ihm mein Rezept für neue Einlagen. Meine Füße wurden vermessen, die Einlagen angefertigt und wir vereinbarten einen Termin zur Anpassung der Einlagen.
Als ich zum Termin kam, war der Orthopädieschuhmacher aber noch mit einer anderen Kundin beschäftigt. Ich wurde gebeten, mich hinzusetzen und zu warten. Da ich meine Zeit aber ganz in der Nähe sinnvoller verbringen konnte, fragte ich ihn, wie lange er denn benötige. Er war genervt und meinte, das könne er nicht sagen. Ich hakte nach, und meinte, na ja, ob 5 Minuten oder eine halbe Stunde, das müsse er doch sagen können. Er noch generveter, das könne er nicht, ich solle mich hinsetzen und warten, er habe jetzt eine Diabetikerin, das würde so lange dauern, wie es dauert.
Ich war jetzt wegen des genervten Tons auch angenervt. Deshalb sagte ich auch frisch heraus, dass ich ja nun nicht für die Situation könne und er mich da nicht so anpampen müsse. Er wiederum: er habe mich gar nicht angepampt. Ich: “Ich empfinde es schon so.” Ich meinte dann, er solle mich doch einfach anrufen, wenn er mit der Kundin fertig sei, ich wäre innerhalb 5 Minuten da, da ich mich nur “um die Ecke” aufhalten würde.
Eigentlich ein guter Kompromiss, wie ich finde, er kann sich die notwendige Zeit für seine Kundin nehmen, ohne damit meine Zeit zu verplempern.
Allerdings rief er mich nicht an, nachdem er mit seiner Diabetiker-Kundin fertig war. Entweder hat er Feierabend gemacht oder geschmollt – wer weiß. Jetzt muss ich einen neuen Termin vereinbaren, um an meine Einlagen zu kommen.
Aber – und ich denke, das hat der gute Mann nicht bedacht
- er ist nicht der einzige Orthopädieschuhmacher in Aachen.
- ich habe sehr viel mit Menschen seiner Zielgruppe zu tun und bin Multiplikatorin…
was heißt, - ich kann jemanden empfehlen, muss es aber nicht. – Wenn ich allerdings jemanden empfehle, werden diese Empfehlungen durchaus wichtig genommen.
Es bleibt als Fazit: Hätte er die Situation etwas netter gemeistert, wäre alles gut gewesen. Nun werde ich – nach statistischen Erkenntnissen mindestens 7 Leuten – von meinen schlechten Erfahrungen erzählen. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei mir locker die doppelte Anzahl an Menschen, denen ich von diesem schlechten Service berichten werde, zusammen kommt, ist allein durch meinen Beruf aber immens hoch und dürfte die Statistik um einiges übertreffen.





Ja, die Macht des Kunden wird eindeutig unterschätzt. Und wenn der Kunde selber Kunden hat, ist er noch viel gefährlicher.
Ich hpffe, Sie finden einen besseren Schuhmacher.
So heute (!) habe ich dann endlich meine Einlagen erhalten. Der Schuhmacher hat sich entschuldigt, gleich am nächsten Tag. Das muss ich zugeben.
Aber im Gegensatz zu meinem früheren Orthopädieschuhmacher musste ich diesmal 10 € zahlen – habe aber auch völlig andere Einlagen erhalten…
Ich bin dann mal gespannt, wie es sich mit den neuen Einlagen läuft.
10 Euro sind die gesetzliche Zuzahlung, die Sie leisten müssen.
Außer Sie sind von der Zuzahlung befreit, weil sie Belastungsgrenze d. J. bereits überschritten haben,
Hallo SB,
ist schon klar. Ändert aber nix an der Tatsache, dass ich bei meinem vorherigen Orthopädieschuhmacher nichts zuzahlen musste. War eine Feststellung, keine Beschwerde.