Mrz 15

Wird es wirklich so sein, wie es auf News.de beschrieben wird? Dort wird nämlich behauptet, dass Online-Diagnosen und virtuelle Behandlungen schon bald zum Alltag gehören könnten. Grund soll eine rückläufige Arztdichte im ländlichen Raum sein.

Wenn es um chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz geht, wird die Telemedizin bereits angewendet. Schon heute werden die Werte der Patienten über elektronische Systeme gemessen und an eine Klinik gesendet. Das nennt sich dann „Tele-Monitoring“ und wird z. B. an der Charité in Berlin praktiziert. Es gibt aber auch ähnliche Projekte an anderen deutschen Kliniken.

Während die Telemedizin in Deutschland nur von wenigen Medizinischen Instituten angeboten wird, ist diese Form der elektronischen Kommunikation und Datenerfassung in der Gesundheitsversorgung in anderen Ländern schon viel weiter.

Einerseits erscheint die Vorstellung verlockend, nicht für jede Untersuchung zum Arzt zu müssen – zumindest für solche Arztmuffel wie mich.
Andererseits aber kann ein elektronisches Messinstrument den Arzt-Patienten-Kontakt nicht ersetzen. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient kommt schon jetzt viel zu kurz. Die Telemedizin wird diese Situation sicher nicht verbessern.

Was halten Sie von den Errungenschaften der Telemedizin? Sollten diese Möglichkeiten ausgebaut werden?

3 Kommentare zu “Telemedizin als neue Behandlungsmöglichkeit”

  1. Hallo,

    im Hinblick auf Ihre Frage danach, ob telemedizinische Anwendungen bald auch bei uns zum Alltag gehören, ist es für Sie vielleicht interessant zu wissen, dass etwa – wie im Artikel erwähnt – in Dänemark Ärzte seit Anfang 2009 gesetzlich verpflichtet sind, E-Health-Beratung anzubieten. “Seit 2009 gilt eine Vereinbarung zwischen der Politik und dem Verband der dänischen Hausärztevereinigung, dass alle Hausärzte auch per Internet für ihre Patienten zu erreichen sind.” (Artikel: http://doctr.com/static/content/presse/artikelftdmedbiz.pdf )

    Im Europamagazin der ARD wurde vor kurzem hierzu auch ein wirklich sehenswerter Beitrag über “Fernbeziehungen” zwischen Arzt und Patient ausgestrahlt: http://www.daserste.de/europamagazin/sendung_dyn~uid,d4g5qu8cuq51iomwd5as9v3n~cm.asp

    Herzliche Grüße!

  2. Wolf sagt:

    Natürlich soll Telemedizin ausgebaut werden. Wir sind in der Beziehung schnarchnasig und vor allem die Lobbyverbände bremsen wo sie nur können weil es ihrer Klientel nicht mehr Geld in die Kassen spült. Die Vorteile lägen vor allem bei den Patienten.

  3. Heike Bohnes sagt:

    Hallo @fischsteffchen,
    danke für die interessanten Links. Ist natürlich auch interessant, dass Sie auf Ihrer Seite bereits eine Online-Sprechstunde anbieten.

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