Ich hatte Ihnen das Expertenetelefon zum Thema “Demenz, Pfelgestress und Papierkrieg” hier im Blog angekündigt. Nun ist der Termin vorbei und ich möchte Ihnen kurz berichten, wie es war.
Es haben sehr viele pflegende Angehörige aber auch pflegebedürftige Menschen angerufen. Wichtigste Themen waren
- Diagnosemöglichkeiten
- medikamentöse Behandlung und
- Rechtsansprüche.
Aber – und das hat mich durchaus erstaunt – auch die Angst der Angehörigen von Alzheimer-Erkrankten in Zukunft selbst zu erkranken, wurde imer wieder thematisiert. Und auch die Angst einzelner Anrufer, bereits selbst erkrankt zu sein.
Komischweise gab es bei jenen, die glaubten schon die ersten Anzeichen einer Demenz bei sich selbst zu erkennen, Scheu, dies gegenüber ihrem Hausarzt anzusprechen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass nur 2 bis 5 % aller Alzheimererkrankungen genetisch bedingt – also vererbbar sind. Bei der vererbbaren Variante trifft es in der Regel aber auch nur ca. 2 – 5 % und dann nur jedes 2. Kind.
Und allen, die Angst haben, dass sie selbst bereits an einer Demenzuerkrankung leiden, möchte ich folgendes raten:
- nicht jede Vergesslichkeit weist schon auf eine Demenzerkrankung hin. Es gibt auch einen altersbedingten Abbau, zu dem Vergesslichkeit gehört. Auch Menschen, die unter besonderem Stress stehen, haben oft Merkschwierigkeiten. Das ist dann keine Demenz!
- Wenn Sie die Sorge quält, an einer Demenz zu leiden, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Er wird Sie nicht auslachen. Entweder macht er selbst ein paar kleine Tests mit Ihnen, um Ihre Vergesslichkeit einordnen zu können oder er überweist Sie dazu an einen Facharzt.
Fazit: Die viele Anrufe und Fragen beim Expertentelefon haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass solche kostenlosen und anonymen Angebote zur Verfügung gestellt werden.



